Therme Neusäß: Titania nach Legionellenfund gesperrt


In einer Therme in dem Landkreis Augsburg wurde im Badewasser eine hohe Anzahl von gefährlichen Bakterien gefunden. Selbst das Gesundheitsamt war erschrocken wie hoch die Konzentration der Bakterien war. Ein unabhängiges Labor hat nun umfangreiche Proben entnommen. Die Ergebnisse sollen am Ende der Woche vorliegen.

In dem Erlebnisbad Titania in Neusäß wurden gefährliche Bakterien gefunden. Aktuellen Medienberichten zufolge soll sich auch bereits eine Frau mit den Bakterien infiziert haben. Ärzte rechnen in der Zwischenzeit auch mit weiteren Erkrankungen, wie es am Dienstag der laufenden Woche hieß.

Erste Erkrankung bestätigt

So sollen in dem Wasser Legionellen- Bakterien gefunden wurden sein. Am Montag dieser Woche ist bereits auch schon eine erste Erkrankung bei dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet wurden. Dabei soll es sich um eine Frau im Alter von 50 Jahren handeln. Nach aktuellen Angaben soll sie aus dem nördlichen Landkreis Augsburg stammen.

Die Frau soll in dem bakterienverseuchten Wasser gebadet haben und auch erste Anzeichen der Legionärskrankheit gezeigt haben. Erste Untersuchungen haben auch darauf hingedeutet, dass die Frau erkrankt sei, so das zuständige Gesundheitsamt weiter. Das Gesundheitsamt schließt zudem auch nicht aus, dass weitere Menschen erkranken könnten.

Legionellen dürfen im Chlorwasser nicht vorkommen

In der Regel liegen zwischen Infektion und den ersten Symptomen etwa zwei bis zehn Tage, so das Amt. Die Wissenschaftler des Gesundheitsamtes waren eigenen Angaben zufolge selber sehr erschrocken, wie hoch die Konzentration an Legionellen im Kinderbecken und im Thermobecken waren. Zwar werden Legionellen immer mal wieder im Duschbereich von Schwimmbädern oder Sporthallen gefunden, dürften allerdings im Chlorwasser nicht zu finden sein.

Chlor tötet in der Regel Bakterien ab, gibt ein Sprecher des Gesundheitsamtes zu bedenken, nur eine sehr hohe Menge könnte den Fund erklären. Selbst der Betriebsleiter der Therme kann sich diesen Zwischenfall bis jetzt nicht erklären. Neben dem Gesundheitsamt nahm auch ein unabhängiges Labor Proben von dem verseuchten Badewasser. Am Ende der Woche sollen dann die Ergebnisse vorliegen.

Legionärskrankheit bei Patientin befürchtet

Zwar kommen Legionellen auch im Grundwasser vor, sie werden aber erst zum Problem, wenn sie sich vermehren, dies passiert im stehenden 35- 40 Grad warmen Wasser, wie im Boiler zum Beispiel. Zwar ist das Risiko für eine Infektion für Menschen sehr gering, dennoch haben ältere oder kranke Menschen ein erhöhtes Risiko zu erkranken.

So können diese Menschen zum Beispiel am Pontiac- Fiber erkranken. Seltener, aber auch deutlich gefährlicher ist die Legionärskrankheit, die zu einer schweren Lungenentzündung führen kann, die jetzt auch bei der 50 Jahre alten Patientin befürchtet wird. Die Therme dürfte für die nächsten drei Wochen geschlossen bleiben, was für die Betreiber eine wirtschaftliche Katastrophe bedeutet.

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