Test: Zu viele krebserregende Stoffe in Mäusen, Tastaturen und Headsets


Eine bekannte Computerzeitschrift hat PC- Zubehör auf krebserregende Stoffe untersucht. Das Ergebnis war erschreckend: Etwa 25 Prozent aller getesteten Produkte waren betroffen. Einige Produkte waren so von krebserregenden Stoffen verseucht, dass sie eigentlich verboten sein müssten. Diese Produkte sind daher ein Fall für die Bundesmarktaufsicht.

Wo Plastik verwendet wird, kommt es auch oft vor, dass dort krebserregender Stoffe verwendet werden. Dies ist auch nicht selten bei PC- Zubehör wie Mäusen und Tastaturen der Fall. Bei einem Test wurden krebserregende Stoffe in Mäusen, Tastaturen und Headsets gefunden. Demnach sollen 25 Prozent aller getesteten Produkte betroffen sein.

PAK- Wert deutlich überschritten

Die bekannte Computerzeitschrift „c’t“ ließ insgesamt 28 unterschiedliche Technikprodukte auf krebserregende Schadstoffe testen. In 25 Prozent aller untersuchten Produkte befand sich der krebserregende Stoff SCCP. Auch Produkte, die ständig vom Nutzer berührt werden, wie Mäuse und Tastaturen waren davon betroffen.

So wurde in drei von acht Mäusen sowie in zwei von sieben Tastaturen und drei von vier Headsets der krebserregende Stoff PAK entdeckt. In manchen Produkten wurden Konzentrationen von bis zu 534 mg pro Kilogramm PAK nachgewiesen. Dies überschreitet den gesetzlichen Grenzwert, der allerdings erst ab dem kommenden Jahr eingehalten werden muss.

DEHP in 28 Produkten

Mit großer Bestürzung mussten die Tester auch feststellen, dass in zwei Tastaturen, zwei Mäusen, zwei USB- Kabeln und in allen vier Headsets sich das eigentlich schon verbotene SCCP befand. Zudem faden die Wissenschaftler den gefährlichen Weichmacher DEHP in elf von 28 Produkten. Die Konzentration lag hier bei bi 145.000 mg pro Kilogramm.

Bei Spielzeug für Kindern liegt der Grenzwert hier bei 1000 mg pro Kilogramm. Wie das Bundesumweltamt in einer Stellungnahme erklärte, seien diese erschreckenden Ergebnisse ein Fall für die Bundesmarktaufsicht.

Nicht nur schlechte Ergebnisse

Das Ergebnis der Studie stimmt also bedenklich: Von sieben Mäusen wurden immerhin drei als bedenklich bzw. als verboten eingestuft. Das gleiche gilt auch für vier von sechs Tastaturen, für zwei von drei USB- Kabeln und für alle Kopfhörer. Bei den Tastaturen wurden lediglich eine Tastatur von Microsoft und eine von Logitech als eher unbedenklich eingestuft.

Dennoch brachte der Test nicht nur schlechte Nachrichten. Bei den oft schlecht riechenden Schutzhüllen für Smartphones wurden alle acht getesteten Produkte von den Wissenschaftlern als unbedenklich eingestuft.

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