Studie beweist: Kinder sollten nicht geschlagen werden


Dass das Schlagen von Kindern keine Lösung darstellt, zeigt jetzt eine neu veröffentlichte Studie aus den Vereinigten Staaten von Amerika. US- amerikanische Forscher haben eine Studie ausgewertet und sind zu dem eindeutigen Schluss gekommen, dass das Schlagen von Kindern in einen nie endenden Kreis führt, wodurch die Kinder nur noch aggressiver werden und somit noch mehr Schläge von ihren Eltern einstecken müssen.

Gewalt gegen Kinder kann nicht gut sein, trotzdem rutscht vielen Eltern oft die Hand aus, besonders temperamentvolle Kinder müssen mehr Schläge von ihren Eltern einstecken als ruhige Kinder. Das bleibt nicht ohne Wirkung: Das führt beim Kind nicht selten zu Aggressionen und noch mehr Schlägen. Also ein regelrechter Teufelskreis.

Dabei sagt doch schon eine Binsenweisheit: Es ist keine gute Idee seine Kinder zu schlagen. Trotzdem tun es viele Eltern, fragt man sie nach dem Grund, bekommt man nicht selten die Antwort: „Mein Kind ist eben schwierig“. Doch dies kann keine Lösung sein, wie Studien in der Vergangenheit zeigten.

5000 Kinder in 1900 Familien über 10 Jahre begleitet

So werden besonders schwierige Kinder durch Schläge noch aggressiver. Doch wie begegnet man nun diesem Problem. Um dies zu klären haben Wissenschaftler aus den USA eine Studie ausgewertet die über 10 Jahre lief und den Lebensalltag von mehr als 5000 Kindern aus 1900 Familien in 20 Großstädten zum Thema hatte.

Zum ersten Mal nahmen die Familien kurz nach der Geburt an der Studie teil, dann in regelmäßigen Abständen als die Kinder ein, drei, fünf und neun Jahre alt waren. Die Eltern wurden von den Wissenschaftlern befragt, ob ihr Kind aufsässig sei, die Regeln befolgt, ob es aggressiv ist und ob es von den Eltern geschlagen wird.

28 Prozent der befragten Eltern schlugen ihr Kind schon im ersten Lebensjahr

28 Prozent der befragten Eltern gaben an, ihr Kind bereits im ersten Lebensjahr geschlagen zu haben. Im dritten Lebensjahr schlugen bereits 57 Prozent der befragten Eltern ihre Kinder. Dann nahmen die Schläge in der Familie etwas ab. Im fünften Lebensjahr schlugen noch 53 Prozent der Eltern ihre Kinder und 49 Prozent der Eltern schlugen ihr Kind im neunten Lebensjahr.

Dabei machten die Wissenschaftler die Feststellung, dass die Kinder, die von ihren Eltern als schwierig beschrieben wurden, die meisten Schläge einstecken mussten. Besonders auffällig war zu dem, dass die Kinder die bereits im ersten Lebensjahr geschlagen wurden, deutlich öfter Verhaltensauffälligkeiten entwickelten und somit noch häufiger geschlagen wurden.

Kindererziehung ist nach Ansicht der Forscher keine einfache Aufgabe

Auf die Schläge der Eltern folgten dann Aggressionen, die wiederum zu noch mehr Schlägen führten. Eltern die auf Schläge trotz Erschöpfung, Ärger und Hilflosigkeit verzichten, haben auf jedem Fall bessere Karten, im Alter von drei, fünf und neun Jahren nur ein wenig aggressives Kind zu haben, so die US- amerikanischen Wissenschaftler in ihrem Bericht.

In brenzligen Situationen sollte die Familie gemeinsam versuchen die Situation ohne Schläge zu klären, denn die Erziehung eines Kindes ist bei weitem keine leichte Aufgabe, erklärten die Wissenschaftler zum Abschluss ihres aktuellen Berichts.

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