Studie: Gefährliche Weichmacher in Kinderspielzeug


Experten haben wieder einmal Kinderspielzeug und Lebensmittel untersucht, welche Kinder gerne essen. Und wieder einmal gab es viel zu beanstanden. So war in Metallspielzeug zu viel Nickel und in Holzspielzeug wurden zu viele Weichmacher verwendet. Außerdem können Speiseeis und Süßigkeiten Gefahren bergen.

Einer aktuellen Studie zufolge sollten unsere Kinder besser geschützt werden, vor allem gegen gefährliche Stoffe in Spielzeug und in Lebensmitteln. Das fordern die obersten Verbraucherschützer Deutschlands. Kinder gehören zu den sensibelsten Verbrauchern und müssend daher besser geschützt werden.

Hygiene muss verbessert werden

Dies erklärte der Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Helmut Tschiersky, am Dienstag der laufenden Woche. Das Bundesamt legte in dieser Woche Daten aus einer Sonderuntersuchung der Lebensmittelüberwachung vor.

Der Fokus der Untersuchung lag aktuellen Angaben zufolge auch auf Kinderspielzeug, das auch unter den Bereich Lebensmittelüberwachung fällt. Die Tester stellten dabei einige Mängel bei der Hygiene fest und das sogar bei regulären Untersuchungen der Betriebe.

Zu viel Nickel in Spielzeug

Als untragbar betitelten die Tester die erhöhten Nickelwerte in Metallspielzeug. Bei 87 Prozent der untersuchten Metall- oder Modellbaukästen waren erhöhte Nickelwerte festgestellt worden. Bei Hautkontakt kann Nickel zu Allergien führen.

Zudem wurden gut 330 Holzspielzeuge untersucht, bei jedem Zehnten fanden die Wissenschaftler zudem unerlaubte Weichmacher. Diese könnten zum Beispiel in der Lackschicht der Spielzeuge vorhanden sein. Von den etwa 140 kontrollierten Buntstiften wies jeder fünfte Stift einen erhöhten Wert auf.

Kinder- Lebensmittel untersucht

Weichmacher können im späteren Leben eines Kindes sich negativ auf dessen Fortpflanzungsvermögen auswirken. Aus welchen Ländern die getesteten Spielzeuge kamen, konnten die Tester allerdings nicht sagen. Der Präsident appellierte jedoch an Händler und Hersteller mehr Wert auf die Sicherheit zu legen.

Außerdem untersuchten die Wissenschaftler auch Azofarbstoffe in Lebensmitteln, die besonders Kinder gern zu sich nehmen. Dazu gehören Backwaren, Eis und Süßigkeiten. Mehr als 65 Prozent der Kuchen- und Eisproben waren nicht ausreichend gekennzeichnet.

Schlechtriechendes Spielzeug meiden

Einige der verwendeten Farbstoffe können die Aufmerksamkeit der Kinder beeinträchtigen, hieß es in dem Bericht. Neben den Sonderuntersuchungen, deren Schwerpunkt jedes Jahr wechselt, prüften die Kontrolleure auch wieder Unternehmen, die Lebensmittel herstellen, verarbeiten oder verkaufen.

Von gut 1,2 Millionen Unternehmen, wurden weniger als die Hälfte überprüft. Die hauptsächlichen Probleme der auffälligen Betriebe war wieder einmal die Hygiene. Die Experten rieten Eltern schlecht riechendes Spielzeug zu meiden, da es auf schlechte Qualität hindeute.

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