Studie: Bewegungsmangel für 10 Prozent aller Todesfälle verantwortlich


Die Bevölkerung stellt zunehmend die körperliche Bewegung ein. Daher gehen schon jetzt 10 Prozent aller Todesfälle auf mangelnde körperliche Bewegung zurück. Besonders Kinder verbringen immer mehr Zeit vor dem Computer oder Fernseher.

Sport bzw. körperliche Bewegung tut den Köper gut und steigert außerdem das Körpergefühl. Doch das schienen viele Menschen vergessen zu haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass immer mehr Menschen lieber auf ihrer Couch platznehmen, als sich sportlich zu betätigen. Besonders Kinder bewegen sich immer weniger.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass 10 Prozent aller Todesfälle pro Jahr auf mangelnde körperliche Bewegung zurückgehen. Nach neusten Zahlen sollen fast 35 Prozent aller Erwachsenen weltweit körperlich nicht aktiv sein. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie die erstmals im Fachjournal „The Lancet“ veröffentlicht wurde.

Drei von zehn bewegen sich nicht ausreichend

Demnach wird die Zahl der so genannten Couch Potatos immer größer. Dieser Lebensstil schadet der Gesundheit maßgeblich. Pro Jahr sterben etwa fünf Millionen Menschen, weil sie sich einfach nicht genügend körperlich betätigen. Somit sind mindestens 10 Prozent aller Todesfälle weltweit auf mangelnde körperliche Bewegung zurückzuführen, so der Bericht.

Bei Menschen von einem Mindestalter von 15 Jahren bewegen sich drei von zehn nicht ausreichend. Bei den 13 bis 15 Jahre alten Kinder und Jugendlichen sind es sogar vier von fünf. Als körperlich inaktiv gilt man der Studie zufolge, wenn man nicht mindestens fünf Mal die Woche einer leichten oder drei Mal die Woche einer kräftigen körperlichen Tätigkeit nachgeht.

Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer gefordert

Hier sind Frauen auch fauler als die Männer und die Anzahl der körperlich inaktiven Menschen nimmt mit dem Alter immer weiter zu. Eine weitere Studie hat außerdem die körperliche Bewegung auf Krankheiten untersucht. So war mangelnde Bewegung für mehr als 5 Millionen der global insgesamt mehr als 57 Millionen Todesfälle verantwortlich.

Unsportliche Menschen bekommen zu sechs Prozent Herzkrankheiten, zu sieben Prozent Diabetes Typ II und 10 Prozent erkranken sie an Dickdarm- oder Brustkrebs. Wissenschaftler plädieren daher für mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger und den Schulsport stärker in die Pflicht zu nehmen, sowie mehr Trainingsplätze kostenlos zur Verfügung zu stellen.

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