Studie: Alkohol in der Schwangerschaft schädigt das zentrale Nervensystem


Alkohol während der Schwangerschaft ist schädlicher als angenommen. Jedoch tragen die Kinder andere Schäden davon als bis heute angenommen. Besonders betroffen ist das zentrale Nervensystem.

Jede schwangere Frau sollte eigentlich wissen, dass sie während der Schwangerschaft kein Alkohol konsumieren sollte. Dennoch können einige Frauen dem Alkohol nicht entsagen. Eine neue Studie hat sich jetzt mit den Folgen beschäftigt. Dabei kamen die Wissenschaftler zu dem Urteil, das die Folgen weit schwerer sind als bis jetzt angenommen, besonders für das zentrale Nervensystem.

Schäden am Zentralen Nervensystem

Wie die US-amerikanischen Forscher des National Institutes of Health in Bethesda, im US- Bundesstaat Maryland herausfanden, schadet der Alkohol den Ungeborenen anders als angenommen. Der größte Teil der Kinder der stark trinkenden Frauen wiesen nicht die Symptome des FAS (Fatales Alkoholsyndrom) auf, so dir Wissenschaftler in ihrem Bericht, der im Fachjournal „Alcoholism Clinical & Experimental Research“ veröffentlicht wurde.

Allerdings waren dafür die Schäden am Zentralen Nervensystem unübersehbar, so die Wissenschaftler. Die Forscher hatten in dem Land Chile unter 10.000 Schwangeren bei der ersten Untersuchung gut 100 Probandinnen ausgesucht. Diese konsumierten täglich mindestens drei Drinks mit einem Alkoholgehalt von insgesamt etwa 48 Gramm.

80 Prozent der Kinder mit einer Anomalie

Das entspricht etwa einer Menge von acht Gläsern Schnaps. Als Kontrollgruppe wurden gut 100 Frauen ausgewählt, die während der Schwangerschaft keinen Alkohol zu sich nahmen. Bei den Schwangeren die Alkohol konsumierten, brachten gut 80 Prozent ein Kind mit mindestens einer Anomalie zur Welt.

44 Prozent dieser Kinder hatten Schäden am zentralen Nervensystem. Bei den Müttern die keinen Alkohol während der Schwangerschaft konsumierten, waren es hingegen nur 14 Prozent. Außerdem hatten die Kinder der trinkenden Mütter Lern- und Sprachprobleme und hatten auch deutlich öfter mit Verhaltensauffälligkeiten zu kämpfen.

Kinder wachsen langsamer

Symptome für FAS stellten die Wissenschaftler hingegen seltener fest als im Vorfeld angenommenen. Die Symptome hierfür sind: Kleiner Kopfumfang, flach wirkendes Mittelgesicht, und eine schmale Oberlippe. Zudem wuchsen die Kinder der trinkenden Mütter zu 27 Prozent langsamer als normal. Bei den Müttern aus der Kontrollgruppe waren es nur halb so viele.

In die Studie flossen auch Angaben zum Bildungsstand, dem Beziehungsstatus und dem Beginn des Alkoholkonsums ein, so die Wissenschaftler in ihrem Bericht. Wie viel Alkohol die Probandinnen konsumierten fanden die Wissenschaftler in Hausbesuchen heraus.

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