Statistik: Arbeitsunfälle gehen zurück, Berufskrankheiten steigen


Zwar gibt es immer mehr Menschen die ihrer Arbeit krankheitsbedingt fernbleiben. Dennoch ist im vergangenen Jahr die Zahl der Arbeitsunfälle gesunken. Die Todesfälle infolge von Berufskrankheiten sind unterdes aber wieder gestiegen.

Dass immer mehr Menschen ihrem Job nicht gewachsen sind und immer öfter krank werden ist ja bekannt. Im Umkehrschluss müsste man annehmen, dass es demzufolge auch mehr Arbeitsunfälle gibt. Dem ist allerdings nicht so, wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung mit Sitz in Berlin am heutigen Montag erklärte.

Gab es im Jahr 2010 noch etwa 954.400 Arbeitsunfälle, waren es im vergangenen Jahr nur noch 919.000. Im Jahr 2010 betrug die Unfallqoute pro 1000 Arbeitnehmern noch 25,8, so lag sie im vergangenen Jahr nur noch bei 24,5 pro 1000 Arbeitnehmern. Allerdings stiegen dafür die bestätigten Berufskrankheiten und der Arbeitnehmer, die an diesen Krankheiten starben.

71.700 Fälle von Berufskrankheiten anerkant

Unter Berufskrankheiten versteht man Krankheiten, die durch den Job ausgelöst werden. Laut der Gesetzlichen Unfallversicherung waren im vergangenen Jahr etwa 37,5 Millionen abhängige Arbeitnehmer registriert. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Joachim Breuer, bewertete den Rückgang der Unfallqoute positiv.

Zum einen würden geringere Unfallzahlen die Beitragsbelastung für die deutsche Wirtschaft gering halten, zum anderen zeige sich, dass deutsche Unternehmen direkt von Investitionen im Arbeitsschutz profitieren würden, erklärte er laut eine Presseerklärung. Im vergangenen Jahr erkannten die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen mehr als 71.700 Fälle von Berufskrankheiten an.

Meisten Berufskrankheiten durch anorganische Stäube

Die meisten Berufskrankheiten wurden im letzten Jahr durch anorganische Stoffe wie Asbest ausgelöst, wie es am Montag dieser Woche weiterhieß. Dies wiederrum stellte einen Anstieg von mehr als 1500 Fällen im Gegensatz zum Jahr 2010 da. Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Berufskrankheiten stieg von 2486 auf 2548 wieder an.

Die häufigsten Berufskrankheiten in Deutschland sind Lärmschwerhörigkeit, Hauterkrankungen, Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates sowie durch anorganische Stäube. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout- Syndrom zählen bis heute noch nicht zu den Berufskrankheiten. Mehr als 20.000 Arbeitnehmer erkranken pro Jahr im deutschsprachigen Raum an Berufskrankheiten.

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