Hilfe bei einem Schlaganfall


Wenn man den Verdacht hat, einen Schlaganfall gehabt zu haben, dann heißt es nichts wie ab ins Krankenhaus. Hier zählt nämlich wirklich jede Minute. Leider lässt ein Großteil der Patienten viel zu viel Zeit vergehen, bis sie einen Arzt aufsuchen und die nötige Hilfe bekommen.

Nur ein Bruchteil der Patienten (ca. 10 Prozent) kommen innerhalb einer Stunde nach dem Schlaganfall in die Klinik. Dabei sind es gerade die ersten Stunden die darüber entscheiden, ob man eine Behinderung noch vorbeugen kann oder nicht. In sogenannten Stroke Units wird mit entsprechenden Therapien dann versucht dem Patienten so gut es geht zu helfen.

Gut ein Drittel der Patienten erreichen die Klinik innerhalb von drei Stunden nach dem Schlaganfall, dieser Anteil ändert sich seit Jahren allerdings nicht und das trotz immer besserer Aufklärung der Bevölkerung. Hervorzuheben ist, dass“wenn der Notruf 112 gewählt wurde, die Versorgung nahezu perfekt verläuft“ so Nabavi, Vorsitzender der Stroke-Unit-Kommission der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG).

Woran erkennt man einen Schlaganfall?

Es gibt ganz unterschiedliche Dinge, die auf einen Schlaganfall hindeuten.

• Lähmungserscheinungen: Meistens einseitige Lähmung. Bewegung oder normale Tätigkeiten (wie nach einer Tasse greifen) klappen nicht mehr.

• Einseitige Lähmung des Gesichts und Sprechstörungen: herabhängender Mundwinkel und zusammenhangslose Satzteile oder ein „Kauderwelsch“.

• Einseitige Sehstörung

• Doppelbilder

Die Nachsorge darf nicht vernachlässigt werden

Leider nehmen viele Patienten die so wichtige Nachsorge nicht wahr. Dabei schützt eben genau diese vor einem erneuten Schlaganfall und ist deshalb lebenswichtig. Oftmals nehmen Patienten nicht zuverlässig die verschriebenen, vorbeugenden Medikamente, wie Blutverdünner ein, und riskieren dadurch einen (erneuten) Schlaganfall.

Zwar gibt es Projekte bei denen sogenannte Schlaganfall-Lotsen sich um die Betreffenden kümmern und ihnen zeigen, dass man selbstständig den Blutdruck überwachen und regelmäßig den Arzt aufsuchen muss. Leider gibt es solche Projekte noch nicht in der gewünschten Breite. Schließlich erleiden in Deutschland pro Jahr fast 270 000 Menschen einen Schlaganfall.

 

Tag gegen den Schlaganfall

Am 10. Mai findet jedes Jahr bundesweit der Tag „gegen den Schlaganfall“ statt. Dieses Jahr steht alles unter dem Motto „Starke Patienten leben besser“. Bundesweit finden mehr als 80 Veranstaltungen statt. Hier gibt es mehr Informationen zum Tag „gegen den Schlaganfall“.

Dieser Tag soll die Menschen aufrütteln und sensibilisieren, denn jeden kann einen Schlaganfall treffen.

 

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