Sonnenschutzmittel: Teuer bedeutet nicht immer besser


Der Sommer steht vor der Tür und die Sonne lässt sich allmählich wieder blicken. Daher ist es wichtig gut vorbereitet zu sein, um seine Haut richtig zu schützen. Die deutsche Stiftung Warentest und das Magazin „Konsument“ testeten einige Sonnenschutzmittel mit höherem Lichtschutzfaktor (30 oder 50). Das Ergebnis fiel unterschiedlich aus.

 

Das Magazin „Konsument“ hat 17 und die deutsche Stiftung Warentest 19 Produkte getestet. Erstere testeten 9 Sprays, 6 Milchpräparate sowie eine Lotion und ein Gel. Bei der Testung kam heraus, dass die meisten Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor 30 oder 50 gut vor UVA- und UVB-Strahlung schützen. 13 von 17 getesteten Produkten schnitten gut ab, zwei durchschnittlich und zwei fielen bei der Testung durch. Die 19 getesteten Produkte der deutschen Stiftung Warentest bekamen alle die Note „gut“ beim Schutz vor UVB-Strahlen. Ungeschützt wird die Haut durch die UVB-Strahlen verbrannt. UVA-Strahlen hingegen fördern Falten und lassen die Haut frühzeitig altern. In beiden Fällen kann die Strahlung zu Hautkrebs führen.

Hoher Preis ist keine Qualitätssicherung

Zu den Schlusslichtern der Produkttestung gehörten Eco (für sensible Haut) und Tiroler Nussöl (Sonnenmilch original). Die beiden Produkte zählten zu den teureren Sonnenschutzmitteln im Test. Laut „Konsument“ fiel das Eco-Produkt beim UVA-Schutz durch. Das Tiroler Nussöl hingegen hätte erst gar nicht verkauft werden dürfen, da seine mikrobiologische Qualität nicht stimmte. Die Sonnenmilch war nämlich verdorben. „Das Zweite bestand den Keimbelastungstest nicht, das heißt also, es ist mikrobiologisch nicht ganz sicher“, so Ina Bockholt von der Stiftung Warentest.

Günstig bedeutet nicht immer gleich schlecht

Die Testsieger sind Douglas Sun Sonnenmilch, Cien Sun Sonnenmilch Classic, MY body Sonnenmilch und today sun Sonnenmilch. Alle vier Produkte sind entweder in der Parfümerie Douglas, bei Lidl, Billa, Bipa und Penny erhältlich. Die Produktsieger sind deutlich günstiger als ihre Konkurrenten. In der Leistung auf Platz fünf befindet sich das Markenprodukt von La Roche-Posay (Anthelios W Gel Bei empfindlicher Haut). Alle fünf Produkte sorgten für einen guten Sonnenschutz und versorgten die Haut sehr gut mit Feuchtigkeit. Nur der pflegende Sonnenspray von Nivea schaffte es ebenfalls, die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit anzureichern.

Produkte in Sprayform schnitten gut ab, jedoch waren Konsumentenschützer davor, diese Mittel direkt auf den Körper zu sprühen. Dabei bestehe nämlich die Gefahr, dass man Nanopartikel einatmet. Kinder sollten die Sprays daher nicht benutzen. Werden Nanoteilchen eingeatmet, können diese die Lunge schädigen und krebserregend wirken. Zum Zeitpunkt der Testung waren die Sonnenschutzmittel von Hofer und Spar noch nicht erhältlich.

LSF 50 schirmt mehr UV-Strahlen ab

Menschen mit empfindlicher und heller Haut sollten zum Sonnenschutzfaktor 30 und 50 greifen. Vor allem der Faktor 50 schützt gut vor UV-Strahlen und schirmt diese besser ab als der Faktor 30. Zudem ist der Sonnenschutzfaktor 50 gut geeignet für äquatornahe Länder wie Indonesien oder Brasilien. In diesen Ländern ist die UV-Strahlung um einiges höher als in unseren Breiten.

 

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