Private Krankenversicherung: Fast jeder Zweite ohne Erwerbstätigkeit


Lange hielt sich das Vorurteil das in der privaten Krankenversicherung nur Gutverdiener Mitglied sind. Doch das hat sich jetzt durch eine aktuelle Studie des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherung relativiert. Viele PKV- Mitglieder liegen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Wirtschaftliche Institut der privaten Krankenversicherung hat eine aktuelle Statistik auf einer Stichprobe des Statistischen Bundesamtes vorgelegt. Dies legt das Einkommen der Versicherten der privaten Krankenversicherung zu Grunde.

Im Detail sollen 2,2 Millionen Versicherte Beamte sein, was einen Anteil von genau 24,7 Prozent entspricht. Gefolgt von den Pensionären mit 17,5 Prozent aller Versicherten oder 1,56 Millionen Mitglieder. Die private Krankenversicherung hat auch etwa 1,4 Millionen Selbstständige und Freiberufler in ihren Reihen.

Jedes zweite Mitglied nicht erwerbstätig

1,6 Prozent aller Privatversicherten sind normale Arbeitnehmer (1,041 Millionen Versicherte). Weitere 10,3 Prozent stellen sonstige nichterwerbstätige Versicherte (922.000 Mitglieder). Schüler und Studenten sind mittlerweile auch stark in der privaten Krankenversicherung vertreten. Ihr Anteil beträgt knapp eine Million Versicherte oder 12,7 Prozent.

Auffällig ist allerdings, dass jedes zweite Mitglied in der privaten Krankenversicherung als nicht erwerbstätig gilt. Nur gut 49 Prozent können von ihrer eigenen Erwerbstätigkeit leben. Neben den Pensionären zählen auch Kinder, Rentner, Hausfrauen und Sozialhilfeempfänger zu den nicht erwerbstätigen Versicherten.

Experten warnen vor einem Wechsel

Damit sei zum ersten Mal auch das Vorurteil wiederlegt, dass nur Gutverdiener in der privaten Krankenversicherung Mitglied sind, wie das Institut in einer Erklärung betonte. Was die Schulbildung in der Privatversicherten angeht, sollen alle Schulabschlüsse vorhanden sein, so das Institut der privaten Krankenversicherung weiter.

Zugang zu privaten Krankenversicherung haben allerdings weiterhin nur Arbeitnehmer mit einem Jahreseinkommen von mindestens 50.850 Euro oder Selbstständige und Freiberufler. Allerdings warnen Experten vor einem zu schnellen Wechsel in die private Krankenversicherung. Besonders wegen der ständigen Beitragserhöhungen sollten Wechselwillige sich im Vorfeld genau informieren.

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