Parkinson: Forscher entwickeln Richtest zur Früherkennung


Wissenschaftler haben einen neuen Früherkennungstest für Parkinson erarbeitet. Beim Riechtest kann die Krankheit schon sehr früh erkannt werden. Jeder 10 Mensch der unter einer Riechstörung leidet, erkrankt im Verlaufe seines Lebens an Parkinson.

Viele Menschen haben Angst an der Krankheit Parkinson zu erkranken, immerhin gilt sie als unheilbar. Allerdings lässt sich bei entsprechender Früherkennung dessen Verlauf positiv beeinflussen. Bis jetzt konnte die Krankheit Parkinson nur durch einen aufwendigen Test in Kliniken nachgewiesen werden. Meist litten die Patienten dann schon unter den fortgeschrittenen Symptomen.

Nun haben Wissenschaftler einen weiteren Früherkennungstest entwickelt: Den Riechtest. In einem ersten Praxistest konnten die Forscher auch schon erste Folge erzielen. Sie luden in Köln mehrere Menschen zu einem Riechtest in eine große Halle ein. Dort mussten die Probanden dann an Vanille, Lavendel und Zitrone schnuppern.

46 Probanden konnten Gerüche nicht zuordnen

Von 187 Teilnehmern konnten 46 die Gerüche nicht richtig zuordnen ohne eine bekannte Ursache dafür zu kennen. Die Wissenschaftler nennen dieses Phänomen auch „Hyposmie“. Wie die Wissenschaftler erklärten, kann der Verlust des Geruchssinns schon ein erstes Anzeichen von Parkinson sein.

Den 46 Patienten wurden daraufhin umfangreiche Test in einem Krankenhaus der Stadt angeboten. Bei drei von ihnen wurde die Krankheit Parkinson im Frühstadium diagnostiziert, wie die Wissenschaftler betonten. Auch vorangegangene Studien haben schon bewiesen, dass jeder Zehnte Hyposmie- Patient im Laufe seines Lebens an Parkinson erkrankt.

Riechtest kann auch zu Hause durchgeführt werden

Die Krankheit Parkinson zerstört im Verlauf immer mehr Gehirnzellen, daher ist es wichtig die Krankheit frühzeitig zu erkennen. Doch gibt es bis zum heutigen Tage nur wenige Strategien um dies auch zu gewährleisten. Der neue Riechtest ist eine kleine Hoffnung. Denn eine frühzeitige Erkennung der Krankheit kann ein Gewinn an Lebensqualität bedeuten.

Gerade neue Medikamente können den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen, dennoch bleibt Parkinson unheilbar. Das positive an dem neuen Riechtest ist seine Einfachheit und der Patient muss dafür nicht einmal eine Klinik aufsuchen. Selbst in den eigenen vier Wänden kann man schnell herausfinden, ob man an einer Riechstörung leidet, in dem an Kaffee oder Gewürzen gerochen wird. Bei Verdacht auf eine Riechstörung ist aber ein medizinischer Bestätigungstest nötig.

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