Ombudsstelle für Übergriffe bei Medizinern bekam dutzende Beschwerden


Vor zwei Monaten hat die Ombudsstelle in Hessen ihre Arbeit aufgenommen. Schon jetzt mussten etliche Anträge bearbeitet werden. Doch nicht nur Patienten beschweren sich über ihre Ärzte. Auch ein Mediziner wendete sich an die Stelle, weil er zu Unrecht des Missbrauchs bezichtigt wurde.

Vor gut zwei Monaten hat die erste Ombudsstelle für Missbrauchfälle in ärztlicher Behandlung ihre Arbeit aufgenommen und schon jetzt mussten etliche Beschwerden bearbeitet werden. Im Bundesland Hessen haben 25 Patienten den Kontakt zum Ombudsmann Meinhard Korte gesucht.

Doch ein klarer Missbrauch des Patienten- Arzt- Verhältnisses lag nur in den wenigsten Fällen vor, so der Ombudsmann in einer aktuellen Stellungnahme. Die meisten Patienten beschweren sich darüber, dass ihr Arzt nicht einfühlsam genug mit ihnen umgeht oder das sie schlecht von ihrem Arzt behandelt wurden.

Auch ein Mediziner beschwerte sich

Einige wenige berichten von einem tatsächlichen oder länger zurückliegenden Missbrauch, wie es weiter heißt. Selbst ein Mediziner beschwerte sich, dass er seiner Ansicht nach zu Unrecht des Missbrauchs bezichtigt wurde.

Die Ombudsstelle in Hessen ist der Landesärztekammer zufolge einmalig in Deutschland. Sie bietet den Patienten, die das Verhalten ihres behandelnden Arztes als Übergriff empfinden, eine vertrauliche Beratungsstelle. Aber auch Mediziner können sich bei Fragen zur Grenzwahrung an den Ombudsmann wenden.

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