Mikrozensus 2011: Jeder Fünfte Deutsche ist Single


Mittlerweile ist jeder fünfte Bewohner in Deutschland ein Single. Im Jahr 2030 soll sogar jeder vierte Haushalt ein Singlehaushalt sein. Besonders viele Singles leben in Großstädten. Auffällig ist auch, dass Singlefrauen erfolgreicher in ihrem Job sind.

Laut einer aktuellen Statistik sollen immer mehr Menschen in Deutschland alleine leben. Die Statistik zeigt aber auch, dass man deswegen nicht zwangsläufig einsam sein muss. Inzwischen leben in Deutschland etwa 16 Millionen Singles, also lebt jeder fünfte Bundesbürger allein. Vor gut fünf Jahren gab es hingegen nur 11,4 Millionen Alleinlebende, so das Statistische Bundesamt.

188.000 Scheidungen

Die Zahl der Singles wird auch weiterhin steigen, zumindest geht das Bundesamt davon aus, so rechnen die Statistiker damit, dass im Jahr 2030 jeder vierte Haushalt ein Singlehaushalt sein wird. Der Präsident des Bundesamtes, Roderich Egeler, erklärte in einem Interview, dass das Alleinleben ein fester Bestandteil der Lebensentwicklung in Deutschland ist.

Nur Scheidungen für diese Entwicklung verantwortlich zu machen wäre verkehrt, denn sie sind nur eine Ursache. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 188.000 Ehen geschieden, 0,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Durchschnitt dauert eine Ehe in Deutschland 14,5 Jahre. Besonders viele Singlehaushalte gibt es in Großstädten, hier liegt der Anteil weit über 25 Prozent.

Mieten für Singlewohnungen immer teurer

Auch der Wohnungsmarkt merkt dies immer deutlicher. Singles suchen in der Regel Wohnungen zwischen 40 und 60 Quadratmeter. Weil es mehr Anfragen als Wohnungen gibt, steigen auch zwangsläufig die Mieten. Daher liegen die Mieten für diese Wohnung ungefähr 15 bis 30 Prozent über der öffentlichen Vergleichsmiete.

Doch müssen Singles nicht zwangsläufig für immer allein leben. Immerhin wurden im Jahr 2010 11.800 Ehen zwischen Partner geschlossen die 65 Jahre oder älter waren. Das Singleleben ist außerdem auch nicht gerade einfach, besonders in finanzieller Hinsicht. Singlehaushalte beziehen auch überdurchschnittlich oft Sozialleistungen wie zum Beispiel Harz IV.

Singlefrauen sind erfolgreicher im Job

Die Armutsqoute in Singlehaushalten liegt bei etwa 30 Prozent. Im Durchschnitt liegt sie in Deutschland ab bei gut 15 Prozent. So ist sie unter den Singles doppelt so hoch. Bei den alleinstehenden Männern zwischen 35 und 64 Jahren hatten mehr als 70 Prozent einen festen Job. Bei Männern, die in Partnerschaften leben waren es 85 Prozent.

Bei den Singlefrauen gingen 71 Prozent einer Beschäftigung nach, allerdings arbeiten viel mehr alleinstehende Frauen in Vollzeit. Dreiviertel von ihnen haben einen Vollzeitjob. Bei den Frauen die nicht alleine leben, sind es gerade mal 45 Prozent. Außerdem sind Singlefrauen erfolgreicher im Job. 17 Prozent der weiblichen Singles haben eine Führungsposition inne. Bei Frauen mit Partner waren es nur 13 Prozent.

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