NRW: Wieder mehr Infektionen durch Rotaviren


In dem Bundesland Nordrhein- Westfalen gab es im letzten Jahr wieder deutlich mehr Infektion durch Rotavieren. Wie das Robert- Koch- Institut in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin informierte, betrug der Anstieg allein in der Stadt Düsseldorf 39 Prozent. Dabei könnten viele schwere Krankheitsverläufe durch eine Impfung vermieden werden.

Rotaviren scheinen besonders im Bundesland Nordrhein- Westfalen auf dem Vormarsch zu sein. So steckten sich allein in der Stadt Düsseldorf über 270 Menschen mit den Viren an. Das sind immer 39 Prozent mehr Infizierte als im Jahr zuvor. Das teilte das Berliner Robert- Koch- Institut in einer aktuellen Stellungnahme mit.

Schluckimpfung für Kinder kann schwere Krankheitsverläufe verhindern

Besonders bei Kleinkindern im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren sind Rotaviren die häufigste Ursache für gefährliche Magen- Darm- Infektionen. Die Viren führen vor allem zu starken Durchfall, Erbrechen und Fieber. Dadurch trocknet der Körper fast vollständig aus, was auch schnell lebensbedrohlich werden kann.

Allerdings existiert eine Impfung gegen Rotaviren, die Ständige Impfkommission des Robert- Koch- Instituts empfiehlt eine Impfung für Kinder ab der sechsten Woche. Dabei handelt es sich um eine Schluckimpfung. Auch die gesetzlichen Krankenkassen rufen zu dieser Impfung auf, da Studien gezeigt haben, das die Impfung schwere Krankheitsverläufe um bis zu 98 Prozent verhindern kann.

Übertragung durch Lebensmittel oder kontaminiertes Wasser

Die Techniker Krankenkasse empfiehlt aber Eltern sich vor einer Impfung zu informieren und Nutzen und Risiken abzuwägen. Zudem kann die Impfung als Vorsorgemaßnahme über die gesetzliche Krankenkasse abgerechnet werden, so die Techniker Krankenkasse in einer aktuellen Stellungnahme.

Übertragen werden kann das Virus über Lebensmittel oder in einigen Ländern auch durch kontaminiertes Wasser. Die ersten Symptome treten nach eine Inkubationszeit von ein bis drei Tagen auf. Pro Jahr sterben etwa eine Million Kinder durch Rotaviren wegen mangelnder medizinischer Versorgung.

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