Wegen fehlendem Masern- Impfschutz muss Vierjährige sterben


Masern, Mumps, Röteln: dagegen sollten kleine Kinder auf jeden Fall geimpft werden. Bevor dies allerdings möglich ist, sorgt der so genannte Nestschutz für die Sicherheit des Kindes. Eine fehlende Impfung kann sich allerdings auch zum Todesurteil entwickeln, wie jetzt bei einer Vierjährigen.

Masern sind eine Kinderkrankheit, gegen die es schon seit langer Zeit einen wirksamen Impfstoff gibt. Der wurde aber in den 70er und 80er Jahren allerdings nicht allen Kindern in Deutschland verabreicht, in erster Linie, weil die Masern-Infektionen deutlich zurückgegangen waren. Mirella Kunzmann gehört zu den Denen, die nicht gegen Masern geimpft worden sind.

Dieser fehlende Impfschutz hat nun eine unheilbare Krankheit zu Folge. Mirella Kunzmanns Tochter Aliana ist mittlerweile im Alter von vier Jahren, doch sie kann weder stehen noch sitzen, sie spricht nicht mehr und bekommt ihr Essen nur noch über eine Sonde. Aliana hatte sich im Alter von drei Monaten mit Masern infiziert – denn ihre Mutter ist in ihrer KIndheit nicht geimpft worden, wodurch bei Aliana der Nestschutz der ersten Lebensmonate die Kinderkrankheit nicht bekämpfte.

86 Fälle von Masern im vergangenen Jahr

Wäre ihre Mutter allerdings geimpft gewesen oder hätte selbst Masern gehabt, wäre Aliana sicher gewesen. Kein Mensch ahnte, dass Masern so gefährlich sein könnten. Aus der fröhlichen Aliana ist nun ein bedauerlicher Pflegefall geworden. Sie leidet an der chronischen Masernhirnentzündung SSPE, einer Spätfolge der Masern- Erkrankung. Die Krankheit verläuft in allen Fällen tödlich. Der zuständige Kinderarzt ist unsicher, ob Aliana das Jahresende noch erleben wird.

Die Gefahr, dass nach den Masern die tödliche Spätkomplikation auftritt, besteht laut des deutschen Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in einem von 150 bis 300 Fällen. Im vergangenen Jahr haben sich in ganz Deutschland 86 Säuglinge mit der Kinderkrankheit angesteckt, in diesem Jahr bis heute 19. Das berichtet das Berliner Robert-Koch-Institut. Wie in Alianas Fall wird die Krankheit aber oft nicht erkannt. Aus diesem Grund könnte es eine hohe Dunkelziffer geben.

2 Kommentare
  1. tomchen@web.de'

    Schaf

    5. November 2014 at 12:02

    Jedem sollte die Datenbank mit Verdachtsfällen von Impfkomplikationen und unerwünschten Arzneimittelwirkungen bekannt sein.

    Auswertung Verdachtsmeldungen nach Impfung:

    193 Todesfälle bei Kindern durch Impfungen bis 2014.

    Gruss Thomas

    Links gelöscht, da sie ins Leere führen!
    Gruß die Redaktion

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    • healthnewsnet.de@bernhard-frank.de'

      B.Frank

      7. November 2014 at 09:08

      Erstens: Der Link läuft ins Leere.
      Zweitens: Das sagt nichts darüber aus wieviele Kinder GERETTET wurden. Das dürften nämlich WESENTLICH mehr sein. Allein wenn man auf die Kindersterblichkeit früherer Jahrhunderte sollte das jedem vernünftigen Menschen zu denken geben …

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