Masern- Ausbruch Jena: Stadt richtet Info- Hotline ein


In Jena ist nach dem Masern- Ausbruch ein weiteres Kind erkrankt. Damit sind bereits sieben Kinder an Masern erkrankt. Zudem gibt es drei weitere Verdachtsfälle. Ab kommenden Montag will die Stadt eine Info- Hotline für besorgte Eltern einrichten.

In einer Schule in Jena ist es in jüngster Vergangenheit zu einem Masernausbruch gekommen. Aktuellen Medienberichten zufolge soll nun ein weiteres Kind an Masern erkrankt sein. Damit sind mittlerweile sieben Kinder erkrankt, wie das Sozialministerium am Donnerstag der laufenden Woche erklärte.

Auch ein Kindergarten überprüft

Nun befürchtet das Gesundheitsamt der Stadt Jena eine weitere Ausbreitung der hochansteckenden Krankheit. Diverse Mitarbeiter der Behörde kontrollieren nun die Impfausweise der gut 450 Schüler. Außerdem informierten sie die Eltern über die Maßnahmen zum Schutz vor einer raschen Weiterverbreitung.

Wie die Amtsärztin Antje Wiese in einer aktuellen Stellungnahme erklärte, sei auch ein Kindergarten an der Schule überprüft worden. Nach aktuellen Angaben der Medizinerin sollen die erkrankten Kinder keinen ausreichenden Impfschutz gehabt haben. Wie das Ministerium erklärte, herrsche an der Schule in Jena Impfskepsis.

Info- Hotline eingerichtet

Aus diesem Grund richtet die Stadt Jena ab dem kommenden Montag eine Telefon- Hotline ein, die unter der Rufnummer 03641/493131 zu erreichen ist. Hier können sich Eltern über den Masernausbruch in der Stadt Jena informieren lassen. Die Behörden beantworten ab Montag alle Fragen zum Thema Masern, wie ein Sprecher der Stadt erklärte.

Zudem machte die Stadt darauf aufmerksam, dass eine Impfung derzeit der einzige Schutz gegen die Infektionskrankheit sei. Nach den bestätigten Fällen, wurden in der Zwischenzeit auch drei weitere Verdachtsfälle gemeldet. Die Amtsärztin rät auch allen Eltern dazu unnötige Kontakte zu meiden und auf Küsse und Umarmungen zu verzichten.

Masern können auch Jahre später noch gefährlich sein

Zudem sollten Masern nicht als leichte Kinderkrankheit abgetan werden, denn selbst nach Jahren nach dem Ausbruch können sie gesundheitliche Probleme verursachen. Besonders bei älteren und immunschwachen Personen können die Erreger einen schweren Krankheitsverlauf wie eine Lungenentzündung hervorrufen.

In seltenen Fällen kann die Infektion auch zum Tod führen, wenn junge Menschen an der SSPE erkranken. Dabei kommt es zu einer Entzündung des Gehirns mit Nerven- Entmarkung. Ungefähr jeder 10.000. Patient ist von dieser Krankheit betroffen. Außerdem kann es auch zu einer Gehirnentzündung im Rahmen der Masern- Infektion kommen.

Ein Kommentar
  1. matthias@urlichs.de'

    Matthias Urlichs

    22. September 2013 at 21:56

    Das Wort „Impfpflicht“ ist zwar verpönt … aber wie sonst sollen sich die, die sich nicht impfen lassen können, vor den Idioten schützen, die sich (bzw. ihre Kinder) nicht impfen lassen wollen?

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