Leipzig: 6000 Leipziger wehren sich gegen Bau einer Moschee


6000 Leipziger haben eine Petition gegen einen Neubau einer Moschee unterschrieben. Auch eine Bürgerinitiative hat auf einer Facebook- Fanseite zum Protest gegen die Moschee aufgerufen. Den Protest der Anwohner hat sich auch die rechtsextreme Partei NPD zu Nutze gemacht und hatte für den gestrigen Samstag eine Demo angekündigt.

Die Bewohner in Leipzig haben offensichtlich das Gefühl, dass ihre Stadt immer näher an den Islam heranrückt. Daher wehren sich gut 6000 Bewohner der Stadt Leipzig gegen den Bau einer Moschee. Das ruft natürlich auch die rechtsextreme Partei NPD auf den Plan und den bürgerlichen Protest.

6000 Gegner

Genau genommen geht es um den Leipziger Stadtteil Gohlis. Hier stehen in erster Linie Bauten aus der Gründerzeit. Zwischen den Wohnhäusern findet man prunkvolle Kirchen und städtebauliche Denkmäler vergangener Zeit. Dass gerade in diesem Stadtteil eine Moschee gebaut werden soll, sorgt bei den Bewohnern für viel Aufregung.

Aus diesem Grund haben in der jüngsten Vergangenheit 6000 Leipziger eine Petition gegen die Moschee unterschrieben. Sie wollen damit zum Ausdruck bringen, dass sie keine Minarette in ihrer Nachbarschaft wünschen und machen Stimmung gegen das geplante Vorhaben.

Gohlis sagt nein

„Eine Religion wie der Islam mit Nulltoleranz für Nicht- und Andersgläubige ist nicht tolerierbar, aus diesem Grund auch keine Plattform für Islamisten in Form eines Moscheeneubaues in Leipzig“, heißt es in einem Leserbrief der auf der Facebook- Fanseite Bürgerinitiative „Gohlis sagt Nein“ veröffentlicht wurde.

Auf der Facebook- Fanseite sammeln sich außerdem Vorurteile und Ressentiments gegen Muslime. Wer hinter der Initiative steckt ist bis jetzt noch vollkommen unklar. Eins stellen die Organisatoren auf ihrer Seite ganz klar: Islamfeindlich oder rechtsextrem seien sie auf keinen Fall.

Schöner leben ohne Moschee

Eigentlich angesprochen fühlt sich jedoch die rechtsextreme Partei NPD und nutzt den Ärger der Leipziger Anwohner für ihren Zweck. Unter dem Slogan „Schöner leben ohne Moschee“ hatte die NPD für den gestrigen Samstag eine Demo organisiert. Ihre Argumente sind in einigen Punkten deckungsgleich mit der der Bürgerinitiative. Ein Gotteshaus des Islams sei eine Gefahr für Leipzig, so die NPD.

Bis zum Nachmittag des gestrigen Samstag hatten sich 150 NPD- Anhänger an den Gohlis- Arkaden versammelt, diese bleib am gestrigen Samstagnachmittag geschlossen. Ob es zu Ausschreitungen kam ist bis jetzt noch nicht bekannt. Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Ein Kommentar
  1. nomate@mate.com'

    Retronuclear

    3. November 2013 at 10:30

    wen wundert es da noch das die „ossis“ allgemeinhin für faschos gehalten werden… ? angesichts solcher fremdenfeindlichkeit auf breiter ebene, wohl niemanden mehr…

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