Krebserkrankung: Chemotherapie kann laut Studie kontraproduktiv sein


Unter Umständen könnte eine Chemotherapie bei einer Krebserkrankung nicht sonderlich förderlich sein, da dadurch ein gefährliches Protein gebildet wird, dass den Krebszellen hilft zu wachsen und die Chemotherapie zu überdauern.

Die Krankheit Krebs ist trifft immer mehr Menschen in Deutschland, daher ist es auch nicht verwunderlich das jeder vierte mittlerweile an Krebs stirbt. Die bekannteste Therapieform gegen Krebs stellt derzeitig die Chemotherapie da. Doch wie effektiv ist diese Therapie überhaupt? Einer US- amerikanischen Studie zufolge kann die Behandlung durch Chemotherapie auch kontraproduktiv sein.

Wie die Wissenschaftler herausfanden, kann durch eine Chemotherapie unter Umständen das gefährliche Protein WNT16B in gesunden Zellen produziert werden, dass wiederrum den Krebszellen beim Überleben helfen kann, so die Wissenschaftler vom Krebszentrum Seattle in ihrem Bericht. Die Forscher untersuchten in der Studie warum Krebszellen außerhalb des menschlichen Körpers viel leichter abzutöten sind als innerhalb des Körpers.

Protein hilft Krebszellen zu wachsen

Krebszellen können durch Protein WNT16B wachsen.

Wie die Wissenschaftler in dem Fachmagazin „Nature Medicine“ berichten, überprüften sie die Wirkung der Chemotherapie bei männlichen Patienten mit Prostatakrebs. Ihren Ergebnissen zufolge wurde das Erbgut in den gesunden Zellen bei der Chemotherapie beschädigt. Dem besagten Protein WNT16B kam dabei eine Schlüsselrolle zu, so die Forscher.

Das Protein wurde während der Chemotherapie von gesunden Zellen ausgestoßen und von den Krebszellen wiederum absorbiert. Durch das Protein konnten die Krebszellen stärker wachsen und außerdem eine weitere Chemotherapie überdauern. Schon öfter wurde bei Krebspatienten beobachtet, dass während der Chemotherapie sich der Tumor verkleinert, später aber sein Wachstum beschleunigt wurde.

Erkenntnisse in weiteren Studien bestätigt

Bei Vergleichsstudien wurden ihre aktuellen Ergebnisse bestätigt. Dort wurde das Phänomen bei Brust- und Eierstockkrebs untersucht, so die Wissenschaftler in ihrem Bericht. Die neuen Ergebnisse könnten für die Behandlung von Krebs von Bedeutung sein. Die Wissenschaftler empfehlen zusätzlich zur Chemotherapie einen WNT16B- Antikörper zu verabreichen. Außerdem könnte es von Vorteil sein, die Dosierung der Chemotherapie herabzusetzen.

Im Grunde genommen kann jedes menschliche Organ von Krebs befallen werden, allerdings ist die Häufigkeit abhängig von Faktoren wie Alter oder Geschlecht. In Deutschland kommen am Häufigsten Brust-, Prostata-, Lungen- und Dickdarmkrebs vor. Zudem zählt Krebs zu der zweihäufigsten Todesursache direkt nach Herz- Kreislauferkrankungen. Dennoch muss eine Krebserkrankung nicht tödlich sein, wenn sie rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

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