Komasaufen NRW: Wieder mehr junge Komasäufer in 2011 registriert


Die Zahl der jungen Komasäufer ist im Bundesland Nordrhein- Westfalen im vergangenen Jahr wieder deutlich angestiegen. Mehr als 6500 Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren mussten mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden.

Die Zahl der jungen Komasäufer ist in dem westdeutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen auch im vergangenen Jahr weiter angewachsen. Im letzten Jahr mussten im Bundesland Nordrhein- Westfalen 6.548 Patienten im Alter von 10 bis maximal 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung in einem Krankenhaus behandelt werden.

4,3 Prozent mehr Komasäufer als 2010

Das teilte die gesetzliche Krankenkasse DAK-Gesundheit unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamtes am Freitag der laufenden Woche in einer Stellungnahme mit. Gegenüber dem Jahr zuvor, als etwa 6.278 junge Komasäufer offiziell gezählt wurden, stellt dies ein Anstieg um etwa 4,3 Prozent da.

Mit etwa 6,3 Prozent fällt die Zahl weiblicher Komasäufer im Alter von 10 bis 15 Jahren im letzten Jahr auch deutlich höher aus als die der männlichen Komasäufer. 595 Mädchen landeten im vergangenen Jahr in Krankenhäusern.

Junge Männer trinken zu viel Alkohol

Bei den männlichen Komasäufern waren es hingegen nur 474. Allgemein betrachtet trinken aber immer noch mehr junge Männer zu viel Alkohol als weibliche Jugendliche. Von den 10- bis 20-jährigen Betrunkenen waren laut der gesetzlichen Krankenkasse DAK Gesundheit 3.942 männlich und 2.606 weiblich.

Die zuständige Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) sprach in einer aktuellen Stellungnahme von einer besorgniserregenden Entwicklung. Der Landeschef der Krankenkasse, Hans-Werner Veen erklärte, „der wiederholte Anstieg beim Alkoholmissbrauch von jungen Menschen zeigt, dass wir mit unserer Präventionsarbeit noch lange nicht am Ziel sind“.