Fructose: Nicht alles, was von Obst und Gemüse kommt, ist gesünder


Fruchtzucker kommt in natürlicher Form in Obst und Gemüse vor. Man sollte meinen, dass viel Obst und Gemüse gesund für den Körper sind. Jedoch kann die enthaltene Fructose auch zu erheblichen Schäden führen. Vor allem in industriell erzeugten Produkten tut der Fruchtzucker dem Körper nicht gut.

Die Fructose sorgt für eine angenehme Süße in Obst- und Gemüsesorten. Zum Beispiel in Weintrauben, Äpfeln, Birnen und Gemüse wie beispielsweise in Paprika oder Kohlgemüse.In der Industrie wird oft zu Fruchtzucker oder Fruchtzuckersirup anstatt von Haushaltszucker gegriffen. So findet man die Fructose in Soft-, Wellnessdrinks, Fitnessriegeln oder Milcherzeugnissen.

Konsumiert man zu viel von diesem Einfachzucker begünstigt das Fettstoffwechselstörungen, Insulinresistenz und Fettleibigkeit. Schon 35 Gramm Fruchtzucker pro Mahlzeit gelten als bedenklich. In manchen Getränken werden bis zu 40 Gramm pro Liter beigemischt. Sogar in einem Becher Joghurt können bereits 15 Gramm Fruchtzucker enthalten sein. Angaben wie „weniger süß“ oder „weniger Zucker“ können ein Hinweis sein, dass die Ware einen hohen Fructoseanteil enthält.

Weniger Kalorien und dennoch ungesund

Die mit Fructose gesüßten Nahrungsmittel haben zwar weniger Kalorien, aber sind trotzdem schädlich für die Gesundheit. In der Industrie ist die Fructose sehr beliebt und hat eine regelrechte Blitzkarriere hingelegt. Sie ist zehnmal süßer wie die Glucose und hat dabei aber weniger Kalorien. Sie wird daher in vermeintlich gesunden Lebensmittelerzeugnissen eingesetzt.

Oft wird den Lebensmitteln die Fructose in Form von „High Fructose Corn Syrup“ (HFCS) zugesetzt. Die Produktion ist einfach und sehr kostengünstig, da er aus Mais hergestellt wird. Die Vermengung mit dem betreffenden Produkt ist ebenfalls leicht, was den Anforderungen der Industrie entgegen kommt. HFCS kommt in Produkten wie Müsli, Backwaren, Fertiggerichten und Würzmischungen vor, aber auch in Chips, jeglichen Süßwaren, gesüßten Getränken und Limonaden.

Nichtalkoholische Fettleber

Die nichtalkoholische Fettleber wird schon fast zu einem Trend. In den USA gehört sich bereits zu den häufigsten Ursachen für eine chronische Lebererkrankung. In Österreich sind ca. 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung betroffen. Die Betroffenen wissen es aber meistens nicht einmal.

Menschen, die an einer nichtalkoholischen Steatohepatitis (NASH; schwerwiegende Form der Fettleber) leiden, haben ein höheres Risiko eine Leberzirrhose oder ein Leberkarzinom zu bekommen. Zudem besteht die Gefahr, dass man an einer Herz-Kreislauferkrankung erkrankt, da die nichtalkoholische Fettleber in direktem Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom und der Insulinresistenz steht.

Gefördert wird die Fettleber durch die Aufnahme von zu viel Fructose. Hier muss wiederum auch die Lebensmittelindustrie zur Verantwortung gezogen werden. Denn in vielen Lebensmittel ist zu viel Fructose (High-Fructose-Corn-Syrup) enthalten, der zusammen mit bestimmten Fetten eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Fettleber spielen.

Abbau von Fructose

Der Fruchtzucker wird im Körper ähnlich abgebaut wie der Alkohol. Die überschüssige Fructose wird nach der Aufnahme ausschließlich von der Leber metabolisiert („verstoffwechselt“).

Wenn zu viel Fruchtzucker in der Leber gespeichert wird, bildet die Leber Triglyzeride, davon wird ein Teil in der Leber zur Energiespeicherung abgelagert und der Rest an den Blutkreislauf abgegeben. Das kann zu erhöhten Blutfettwerten führen. Nimmt man also zu viel Fructose zu sich, steigen die Triglyzerid-Werte mit Sicherheit an.

 

Da so viele industriell hergestellten Nahrungsmitteln mit Fruchtzucker gesüßt sind, ist eine Reduzierung des Konsums über Ernährungsgewohnheiten sehr schwer zu erreichen.

 

 

2 Kommentare
  1. huber.karin.1@gmx.de'

    Cornelia

    11. Juli 2015 at 13:26

    Nicht alles, was von Obst und Gemüse kommt, ist gesünder -> Diese Erfahrung musste ich auch machen! Und sie war nicht positiv. Ich leide unter einer Histaminintoleranz und habe die Folgen der Fructose nicht ernst genommen! Jetzt muss ich mit Einschränkungen, der Einnahme von Migrasolv, Beschwerden und Folge Krankheiten leben. Daher möchte ich allen den Rat geben nimmt Fructose ernst!

    Antworten
    • huber.karin.1@gmx.de'

      Cornelia

      28. Juli 2015 at 11:05

      Leider ist mir hier was durcheinander geraten. So wäre mein Beitrag richtig. 🙁

      Nicht alles, was von Obst und Gemüse kommt, ist gesünder -> Diese Erfahrung musste ich auch machen! Und sie war nicht positiv. Ich leide unter einer Fructoseintoleranz und habe die Folgen der Fructose nicht ernst genommen! Jetzt muss ich mit Einschränkungen, der Einnahme von Xylosolv, Beschwerden und Folge Krankheiten leben. Daher möchte ich allen den Rat geben nimmt Fructose ernst!

      Antworten

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