Sport in der Rente – Beweglichkeit fördern und erhalten


Im Berufsleben viel Stress, die Kinder in der Ausbildung und der Haushalt gehört auch noch gemanagt. Oft bleibt da nicht viel Zeit für Sport. Daher nehmen sich viele Pensionisten im Ruhestand vor, dass sie mit einer neuen Sportart beginnen. Aber mit welcher nun genau?

Qual der Wahl

Laut Ute Blessing-Kapelke aus dem Fachbereich „Sport der Generationen“ beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sollen sich Rentner am besten verschiedene Sportangebote ansehen. Dazu bieten auch viele Vereine gratis Schnupperstunden an. Man sollte dann an mehreren Übungsstunden teilnehmen, um ein Gefühl für die Sportart zu erhalten und, um zu merken, ob diese Sportart für einen selbst überhaupt die Richtige ist. Statt gleich in den Verein einzutreten, kann man immer häufiger Zehnerkarten für bestimmte Kurse kaufen. Ehemaligen Sportlern wird oft die Entscheidung der Sportart bereits im Vorfeld abgenommen. „Wer früher einmal Tennis gespielt hat, der weiß, ob ihm das Spaß macht und er damit wieder anfangen will“, so Frau Blessing-Kapelke. Sollte einem, trotz verschiedener Versuche, keine Sportart richtig zusagen, dann kann man darauf achten seinen Lebensstil aktiver zu gestalten. Schon kleine Veränderungen zeigen eine positive Wirkung: Treppe statt Lift oder Fahrrad statt Bus.

Signifikante Steigerung

„Die Älteren sind im Sport unsere größte Wachstumsgruppe. In keinem anderen Bereich haben wir ähnlich steigende Zahlen“, gibt Ute Blessing-Kapelke an. Das liegt aber nicht nur daran, dass unsere Bevölkerung immer älter wird. Selbst wenn man diesen demografischen Wandel aus der Statistik herausrechnet, erkennt man eine bedeutsame Steigerung im Alter der Rentner.

Vor noch gut 25 Jahren hatten die deutschen Sportvereine 1,9 Millionen Mitglieder, die über 60 Jahre alt sind, heute hingegen liegt die Zahl bei 4,2 Millionen Mitgliedschaften. 25 Prozent der älteren Generation sind aktive Mitglieder in einem Sportverein.

Bewusstseinsveränderung spürbar
Aber woran liegt das, dass man heute wesentlich mehr Ältere erreicht als früher? Ute Blessing-Kapelke sagt dazu: „ Die Leute machen heute viel Sport, das war in vorangegangenen Generationen anders. Da war der Ruhestand oft noch wörtlich zu nehmen. Heute ist im Bewusstsein, wie wichtig es ist, die Gesundheit zu erhalten – und welch bedeutende Rolle der Sport dabei spielt.“ Unsere Bevölkerung wird immer älter und dadurch ändert oder wird sich die Gesellschaft stark ändern. Bereits 16 Millionen Deutsche sind älter als 65 Jahre. Bis 2050 wird diese Zahl auf 26 Millionen angestiegen sein. Daher muss sich das Gesundheitswesen, Altenpflege, Politik und Sport darauf einstellen zukünftig eine Bevölkerung zu haben, die zur Hälfte aus über 50-Jährige besteht.

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