Hirnhautentzündung: So viele FSME- Fälle durch Zeckenbisse wie noch nie zuvor


Experten warnen wie jedes Jahr im Frühjahr vor den Zecken. Im vergangenen Jahr wurden wieder mehr Fälle von FSME registriert, wie das Berliner Robert- Koch- Institut erklärte. Besonders groß ist die Gefahr im Süden von Deutschland. Experten raten daher in diesen Gebieten zu einer Schutzimpfung.

Viele Menschen in Deutschland freuen sich über die warmen Temperaturen. Doch bringt der Frühling bzw. der Sommer auch einige Gefahren mit sich. Regelmäßig warnen Experten in dieser Jahreszeit vor Zecken. Dennoch gilt, nicht jeder Zeckenbiss hat böse Folgen. Doch besonders in Süddeutschland erhöht sich die Gefahr, durch einen Zeckenbiss eine Gehirnhautentzündung zu bekommen.

Im vergangenen Jahr verzeichneten Ärzte und Mediziner deutlich mehr Fälle von FSME als in den vergangenen Jahren. Nach aktuellen Angaben des Berliner Robert- Koch- Instituts kam es im letzten Jahr in ganz Deutschland zu mindestens 423 Fällen von FSME. FMSE ist auch unter Frühsommer- Meningoenzephalitis bekannt.

63 Prozent mehr FSME- Fälle

Im Jahr 2010 waren hingegen nur etwa 260 Fälle von FSME gemeldet wurden. Somit erkrankten im Jahr 2011 63 Prozent mehr Menschen an dieser Krankheit. Die größte Gefahr einer Ansteckung herrscht auch in diesem Jahr wieder im Süden Deutschlands, also in den Bundesländern, Thüringen, im Süden Hessens, Bayern und Baden- Württembergs.

Für dieses Jahr gelten genau 140 Kreise als FSME- Risikogebiete. Dies sind immerhin wieder drei mehr als im Jahr zuvor. Zum ersten Mal ist in diesem Jahr auch das Bundesland Saarland mit einem Risikogebiet vertreten. Besonders in den Risikogebieten raten Experten zu einer Schutzimpfung.

Keine Schutzimpfung gegen Borreliose

Neben der gefährlichen FSME- Erkrankung können die Zecken auch Borreliose übertragen und das im gesamten Bundesgebiet. Im Gegensatz zu FSME gibt es gegen die Borreliose keinerlei Schutzimpfungen, wie das Robert- Koch- Institut betonte.

Experten raten daher bei Wanderungen durch Wälder und über Wiesen zu körperbedeckender Kleidung und dem abendlichen Absuchen der Haut auf Zecken. Bei frühzeitigem entfernen der kleinen Tiere, sinkt auch die Gefahr, dass die Zecke genügend Viren absondern kann, die eine Infektionen hervorrufen.

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