Hannover: Südufer am Maschsee bleibt weiterhin für Badegäste gesperrt


Das Südufer des Maschsees bleibt weiterhin für Badegäste gesperrt. Auch am vergangenen Wochenende lag der Keimwert wieder über dem zulässigen Höchstwert. Die Ursache hierfür ist weiterhin die große Anzahl der Wasservögel.

Nun scheint der Sommer langsam ins Rollen zu kommen, dennoch gilt am Strandbad Maschsee weiter ein Badeverbot, wie am vergangenen Wochenende mitgeteilte wurde. Zwar hat sich die Keimbelastung im Wasser deutlich verbessert, allerdings ist die Belastung durch die Keime weiterhin zu hoch, um das Badeverbot wieder aufzuheben.

In dieser Woche soll die Wasserqualität ein weiteres Mal vom Fachbereich Gesundheit der Region Hannover untersucht werden. Inzwischen wurden auch schon Hinweisschilder am Südufer des Maschsees aufgestellt, die auf das Badeverbot hinweisen. Der Maschsee ist nur einer von 24 Badeseen der vom Fachbereich Gesundheit der Region Hannover überwacht wird.

Bestimmte Richtlinien erfüllen

Während der Badesaison vom 15 Mai bis 15 September untersucht der Fachbereich in regelmäßigen Abständen die Wasserqualität in den Badeseen. Dabei untersuchen die Wissenschaftler das Wasser auf Blaualgen und zwei Keimarten. Einerseits auf das Vorkommen von Intestinale Enterokokken und zum zweiten auf Escherichia coli.

Damit das Badeverbot vom Fachbereich Gesundheit wieder aufgehoben werden kann, müssen laut Badewässerverordnung des Bundeslandes Niedersachsen bestimmte Richtlinien erfüllt sein. Derzeitig liegt nur der Anteil der Intestinalen Enterokokken mit 105 knapp über dem zulässigen Wert von 100. Die E. – coli Konzentration liegt hingegen im grünen Bereich.

Wasservögel sorgen für Verunreinigung

Für die Verunreinigung am Südufer wird weiterhin die hohe Anzahl von Wasservögeln verantwortlich gemacht. Auch bei der letzten Kontrolle war das Wasser mit Ausscheidungen der Vögel verunreinigt. Erst wenn die Zahl der Wasservögel in diesem Bereich wieder abnimmt, rechnet der Fachbereich Gesundheit mit einer merklichen Verbesserung der Situation. Daher sollten die Bewohner die Wasservögel nicht weiter füttern, um nicht noch mehr Tiere anzulocken.

Auch der Münchener Automobilclub ADAC hatte in der Vergangenheit 60 große Badeseen in Deutschland getestet. In jedem fünften See am Ufer fanden die Wissenschaftler eine zu hohe Keimbelastung. Auch die Grenzwerte vom Umweltbundesamt wurden dabei häufig überschritten, wie der ADAC mitteilte.

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