Vogelgrippe: Opferzahl steigt in China auf 25


Am Dienstag dieser Woche wurden zwei weitere Todesfälle infolge der Vogelgrippe gemeldet. Das Virus H7N9 hat wieder in der Volksrepublik China zugeschlagen, damit sind seit Beginn dieses Jahres 25 Menschen an dem Virus gestorben und mehr als 110 Menschen sollen sich schon mit dem Virus infiziert haben.

Dem Land China scheint es nicht zu gelingen, die Vogelgrippe in den Griff zu bekommen, anders ist wohl nicht zu erklären, dass schon wieder erneute Vogelgrippe Tote aus dem asiatischen Land gemeldet wurden. Experten befürchten, dass es jetzt in China zu einer Vogelgrippe- Welle kommen könnte.

25 Tote und über 110 Infizierte

Fast täglich werden aus China neue Todesfälle gemeldet. Am Dienstag dieser Woche sprachen chinesische Medien von zwei neuen Todesfällen: Damit stieg die Zahl der Todesfälle seit Beginn dieses Jahres auf 25 an. Mehr als 110 Menschen sollen mit dem H7N9- Virus infiziert sein, wie Medien übereinstimmend berichten.

Experten sehen den Virus in der Zwischenzeit nicht mehr unter Kontrolle. Das eigentliche erschreckende daran: Der Virus ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Dennoch wird die Angst vor einer weiteren Verbreitung immer größer. Die Angst ist berechtigt, denn in den kommenden Tagen startet die Rückreisewelle zum Ende des chinesischen Neujahrsfestes.

Zwei neue Todesfälle

Nach aktuellen Angaben der chinesischen Behörden ist in der südchinesischen Stadt Yangjiang ein Mann im Alter von 76 Jahren an dem Virus gestorben und in der Stadt Huizhou City ein Mann im Alter von 52 Jahren an den Folgen der Infektion gestorben. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO informierte über die neuen Todesfälle und warnte vor Aufenthalten in Geflügelfarmen, Vogelmärkten und den Bereichen wo Geflügel geschlachtet wird.

Zwar ist eine zwischenmenschliche Übertragung derzeit nicht zu befürchten, aber Experten waren vor der Mutation des Virus, das dann unter Umständen auch von Mensch zu Mensch übertragbar sein könnte.

Immer mehr unterschiedliche Viren

In der Zwischenzeit tauchen immer mehr Vogelgrippe- Viren auf. Am gefährlichsten Stufen die Wissenschaftler den H10N8- Virus ein. Er könnte sich unter Umständen auch leicht unter der Menschheit ausbreiten, wie Wissenschaftler in dem Fachmagazin „Lancet“ jetzt betonten. Eine Frau starb mittlerweile an den Folgen einer Infektion, daher dürfte das Potenzial des Erregers nicht unterschätzt werden.

Die Vogelgrippe- Viren können bei den Menschen ganz unterschiedlich Symptome hervorrufen. Als besonders gefährlich haben sich die beiden Virenstämme H5N1 und H7N9 erwiesen. Das Virus H5N1 wurden zum ersten Mal im Jahr 1997 in Hongkong nachgewiesen. Seit dem Jahr 2003 sind auf der ganzen Welt 650 Vogelgrippe- Infektionen nachgewiesen worden. In 15 Ländern starben mehr als 380 Menschen Folgen einer Infektion. H7N9 tauchte erstmals im März des vergangenen Jahres auf.

Gefahr einer Pandemie

Die Gesundheitsämter der Volksrepublik China riefen die Bürger auf, bei Fieber umgehend ein Krankenhaus aufzusuchen, wenn sie im Vorfeld Kontakt zu Vögeln hatten. Die Ziffern hinter den Buchstaben „H“ und „N“ stehen für die Oberflächenstrukturen, anhand derer die Viren Subtypen zugeordnet werden. Durch natürliche Genveränderung entstehen neue Varianten der Viren.

China ist in erster Linie wegen des oft engen Miteinanders von Mensch und Tier besonders von Übertragungen auf den Menschen betroffen. Experten haben aus diesem Grund auch die Befürchtung, dass auf diese Weise eine Pandemie ihren Anfang nehmen könnte.

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