Grüner Star: Neue Infrarottechnik weckt Hoffnung


Der Grüne Star tritt meist in späten Lebensjahren auf und ist oft schlecht therapierbar, weil er zu spät erkannt wird. Eine neue Technik soll nun dabei helfen, dass die Augenkrankheit früh erkannt wird und somit besser therapierbar ist.

Als Grüner Star, auch Glaukom genannt, bezeichnet man eine ganze Reihe von Augenerkrankungen mit den verschiedensten Ursachen. In den meisten Fällen haben sie einen Verlust der Nervenfasern zur Folge. In Extremfällen kann dies zur Erblindung des menschlichen Auges führen. Eine neues „Papillen-OCT-Gerät“ könnte dies in Zukunft verhindern.

Grünen Star frühzeitig erkennen

Mit der neuen Diagnosetechnik sollen Augenärzte in Zukunft den tückischen grünen Star frühzeitig erkennen können. Bei dem grünen Star handelt es sich um eine schleichende Krankheit und daher wird sie vom Patienten auch erst relativ spät erkannt.

Mit der neuen Diagnosetechnik könnte er aber schon in einem frühen Stadion erkannt und damit auch wesentlich besser therapiert werden. Die neue Technik soll in dieser Woche bei dem Kongress in Nürnberg der Ärzteschaft erstmals vorgestellt werden.

2,3 Millionen Deutsche betroffen

Bei dem grünen Star wird der Sehnerv wegen des hohen Augeninnendrucks in Mitleidenschaft gezogen. Diese Beeinträchtigung kann leider nicht rückgängig gemacht werden, aber zumindest erfolgreich gestoppt werden. Allein in Deutschland sind schätzungsweise 2,3 Millionen Menschen vom grünen Start und dessen Vorstufen betroffen.

Bei den derzeitigen Behandlungsmethoden ist der grüne Star erst sehr spät oder gar nicht zu erkennen gewesen. Wird er vom Patienten oder dem behandelnden Mediziner bemerkt, ist es in den meisten Fällen schon zu spät für eine erfolgreiche Behandlung. Eine frühzeitige Erkennung erlaube allerdings gute Therapiemöglichkeiten durch Laserbehandlung, Augentropfen oder einer Operation.

Erstmals Einblicke in die Tiefe des Auges

Mit der neuen Infarotlaser- Technik ermöglicht das neue Gerät ohne jede Berührung vertikale, schräge und horizontale Schnitte durch die Netzhaut und den Sehnervkopf. Am Computer erhält der Augenarzt dann ein dreidimensionales Bild vom lebenden Gewebe des Auges. Damit hat der Arzt erstmals Einblick in tiefe Schichten des Auges.

Um den grünen Star rechtzeitig zu erkennen, raten Augenärzte ihren Patienten ab dem 40. Lebensjahr mindestens einmal pro Jahr eine Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen. Das Frühstadium des grünen Stars erkennen Patienten nie oder nur selten, weil das gesunde Auge Sehfeldausfälle des anderen Auges ausgleicht.

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