Grippewelle 2013 deutlich stärker als im vergangenen Jahr


Die Grippewelle 2013 hat ein sehr viel stärkeres Ausmaß angenommen als die Grippewelle im vergangenen Jahr. Nach Expertenaussagen befindet sich die Grippewelle im Moment auf ihrem Höhepunkt. Nur in Berlin und im Osten Deutschlands gehen die Erkrankungen langsam wieder zurück. In diesem Jahr sind besonders Kleinkinder stark betroffen.

Wer hat es in den letzten Wochen nicht erlebt, der Hals kratzt, der Kopf fühlt sich heiß an und die Glieder schmerzen. Das sind die typischen Anzeichen einer Grippe oder eines grippalen Infektes. Schon seit November des vergangenen Jahres nehmen die Erkrankungen infolge von Influenza immer weiter zu. Doch gerade in den letzten Wochen ist ein überdurchschnittlich hoher Anstieg zu verzeichnen.

Auch in den kommenden zwei Wochen wird die Grippewelle 2013 in Deutschland nicht merkbar abschwächen. Wie Experten der Berliner Charité erklärten, befinden wir uns derzeitig auf dem Höhepunkt der aktuellen Grippewelle. Die Grippewelle nahm ihren Anfang in diesem Jahr im Norden und arbeitete sich über den Osten bis nach Süddeutschland vor. Im Osten schwächt sich die Grippewelle langsam aber merklich immer weiter ab.

Mehr als 21.200 Erkrankungen

Auch in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin gehen die Krankheitszahlen langsam wieder zurück. Nach aktuellen Angaben des Robert- Koch- Instituts in Berlin sind seit Beginn der Grippeperiode im Spätherbst des vergangenen Jahres mehr als 21.200 Gerippe- Erkrankungen gemeldet wurden. Doch nicht nur bei Grippesymptomen suchen Menschen die Ärzte auf, selbst bei einer normalen Erkältung wird immer häufiger der Hausarzt konsultiert.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr hat die Grippewelle 2013 ein deutlich stärkeres Ausmaß und reiht sich somit in die starken Grippewellen des vergangenen Jahrzehnts ein. Schon im Herbst des vergangenen Jahres haben Mediziner dazu aufgerufen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen, wer dies versäumt hat, kann sich allerdings durch verstärkte Hygiene weiterhin gegen die Erreger schützen.

Sicherheitsabstand zu kranken Menschen

A und O ist hierbei auch weiterhin gründliches Händewaschen sowie ein Sicherheitsabstand zu Menschen mit Grippesymptomen wie Fieber oder Husten. Bei der Grippe handelt es sich um eine Infektionskrankheit der Atemwege die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Die Vieren werden also per Hissten, nießen und sprechen übertragen. Daher ist Grippe auch hochgradig ansteckend, wenn man nicht geimpft wurde.

Besonders stark sind in diesem Jahr auch Kinder im Bundesland Niedersachen betroffen, wie die beiden hannoverischen Kinderkliniken mitteilten. Im Kinder- und Jugendkrankenhaus in Hannover Bult sind die Stationen schon seit mehr als 14 Tagen ausgebucht und teilweise sogar überfüllt. Allein in der letzten Woche wurden hier 130 Kinder mit Atemwegserkrankungen aufgenommen. Weitere 250 Kinder kamen in die Ambulanz.