Gesundheitswesen: Krankenhäuser sagen der Bundesregierung den Kampf an


Die Deutsche Krankenhausgesellschaft droht mal wieder mit Streik, wenn die deutsche Bundesregierung erneut Kürzungen gegen die Krankenhauslandschaft aussprechen sollte, das erklärte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft in einer Stellungnahme.

Die Krankenhäuser in Deutschland drohen einmal mehr geschlossen mit Streik. Der Grund: Die Bundesregierung will im Jahr 2014 weitere 300 Millionen Euro zu Lasten der Krankenhäuser und Kliniken einsparen. Doch das wollen sich die Kliniken nicht gefallen lassen und drohen mit Widerstand.

Sie sehen sich ein weiteres Mal als Verlierer des Finanzierungsgesetzes der gesetzlichen Krankenversicherung. Bis zum Ende der Amtszeit der amtierenden Bundesregierung haben die Krankenhäuser somit 3,6 Milliarden Euro weniger zu Verfügung. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft kann diese erneuten Einsparungen angesichts voller Kassen im Gesundheitsfond und bei den gesetzlichen Krankenkassen nicht verstehen.

Krankenhäuser drohen der Bundesregierung

Aus diesem Grund wenden sich die deutschen Krankenhäuser mit ihrer Bitte, die Kliniken nicht weiter zu belasten, direkt an die Bundeskanzlerin, Angela Merkel. Der Bitte keine weiteren Kürzungen vorzunehmen, lassen die Krankenhäuser auch gleich eine Drohung folgen. Sollten weitere Kürzungen beschlossen werden, so würden die 1,1 Millionen Beschäftigen eine Protestgemeinschaft gegen die Regierung bilden, so Alfred Dänzer, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Die Bundesregierung reagierte mit scharfer Kritik auf die Drohung der Deutschen Krankenhausgesellschaft. So erklärte der Gesundheitsexperte der CDU, Jens Spahn, „Die Krankenhäuser erhalten in diesem und im kommenden Jahr deutlich mehr Geld. Eine Danksagung erwarten wir deshalb nicht, aber auch keine Drohungen dieser Art“, so Spahn.

Krankenhäuser Kostentreiber Nummer eins

Auch die Krankenkassen kritisieren die Drohung der Krankenhäuser, immerhin sind die Einnahmen in den letzten fünf Jahren um mehr als 10 Milliarden gestiegen, so die stellvertretene Sprecherin des Spitzenverbandes der GKV, Ann Marini. Allerdings kommen durch das Infektionsschutzgesetz auf die Krankenhäuser Ausgaben in Höhe von 400 Millionen Euro durch Neueinstellungen zu.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung betonte allerdings ein weiteres Mal, dass die Krankenhäuser die Kostentreiber Nummer eins im deutschen Gesundheitssystem sind. Das Bundesgesundheitsministerium versuchte hingegen die Krankenhäuser etwas zu beruhigen und erklärte, dass die Bundesregierung die Lage der Krankenhäuser genau im Blick hat.

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