Generation Stress: Sandwich- Generation steht unter Dauerstress


Stress bestimmt in vielen Fällen unser Leben, das beginnt schon in der Schule und setzt sich im Alter fort. Eine aktuelle Studie kam zu dem Ergebnis, dass Frauen stärker unter Druck stehen als Männer, junge Menschen entspannter sind als Alte und Menschen die in Großstädter gestresster sind, als Menschen auf dem Land.

Nach dem empfinden der meisten deutschen Bürger ist das Leben in den letzten Jahren stressiger geworden. Einer Umfrage der Techniker Krankenkasse zufolge empfinden sechs von zehn Deutschen ihr Leben als stressig. Jeder fünfte Befragte steht sogar unter Dauerstress. Besonders gestresst fühlen sich Frauen der Sandwich- Generation, also Frauen zwischen Mitte 30 und Mitte 40.

Job Stressfaktor Nummer eins

Doch nicht wie so häufig angenommen, sind Kinder der Stressgrund Nummer eins. Eher sehen sieben von zehn Befragten den Job als Stressfaktor Nummer eins. Aber Stress muss nicht immer nur negative Auswirkungen haben. 50 Prozent der Berufstätigen fühlen sich in Stresssituationen erst angespornt und zur Kreativität beflügelt.

Wer allerdings nur arbeiten geht, um Essen auf dem Tisch zu haben, leidet eher unter gesundheitlichen Problemen. Seelische Probleme wie Depressionen sind bei diesen Erwerbstätigen doppelt so hoch. Wie die Techniker Krankenkasse mitteilt, kommt es hier auf die Work- Life- Balance an. Das Forsa- Institut befragte im September 1000 Männer und Frauen ab 18 Jahren.

Ergebnisse im Überblick:

Männer gegen Frauen: 63 Prozent der Frauen gaben an, gestresst zu sein, bei den Männern waren es nur 52 Prozent. Bei den Frauen steht ein Viertel unter Stress, bei den Männern ist es nicht mal jeder Fünfte.

Alter: Der Stress steigt ab dem 18. Lebensjahr und findet zwischen dem 35. und dem 45. Lebensjahr seinen Höhepunkt. Diese Generation befindet sich im Spagat zwischen Hausbau, Karriere und Kind sowie den eigenen Eltern, die immer mehr Hilfe benötigen. Am entspanntesten sind die Rentner, hier ist nur noch jeder Vierte gestresst.

Wohnort: Hier ist ein deutliches Nord- Süd- Gefälle zu beobachten. In Niedersachsen, Bremen und Hamburg stehen nur 50 Prozent im Alltag unter Stress. In Baden Württemberg sind 63 Prozent gestresst. Ähnlich empfinden es auch die Bewohner von Bayern, Rheinland- Pfalz, Heesen und Saarland. Der Osten von Deutschland bildet das Mittelfeld.

Einkommen: 33 Prozent der Berufstätigen die unter 1500 Euro verdienen fühlen sich gestresst. In der Gehaltsklasse ab 4000 Euro ist der Anteil doppelt so hoch.

Familie: Nur in Single- Haushalten, zu denen auch Rentner gehören, halten sich Gestresste und Ungestresste die Waage. Ab einem Dreipersonenhaushalt kippt dann die Waage. Wer sich neben Job und Partner auch noch um ein Kind kümmern muss, berichtet häufig von einem gestressten Alltag.

Bildung: Das Stresslevel steigt mit der Bildung, während 53 Prozent der Hauptschulabsolventen noch von einem ausgeglichenen Alltag berichten, empfinden Menschen mit einem mittleren Bildungsgrad ihre Leben nur noch zu 37 Prozent als entspannt.

Stadt gegen Land: Auf dem Land scheint das Leben noch in Ordnung zu sein. Hier berichten nur 21 Prozent von einem gestressten Alltag. Allerdings nur bei Städten mit weniger als 20.000 Einwohnern. Die Hochburgen sind hingegen Großstädte mit mindestens 500.000 Einwohnern, hier berichten 32 Prozent von Stress.

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