Krebsvorsorge: Frauen schlecht über Brustkrebs informiert


Da Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen hierzulande ist, werden viele Frauen mittlerweile von den gesetzlichen Krankenkassen zu den Vorsorgeuntersuchung bestellt. Doch dies schützt natürlich nicht vor Brustkrebs, wie viele Frauen in Deutschland allerdings laut einer jetzt veröffentlichten Umfrage zu mehr oder minder glauben scheinen.

Bei vielen Krebsarten ist es eigentlich so, je eher die Krebserkrankung erkannt wird, umso höher sind natürlich auch die Heilungschancen, da bildet der Brustkrebs auch keine Ausnahme. Brustkrebs- Vorsorgeuntersuchungen haben das hauptsächliche Ziel, Tumore so früh wie möglich zu erkennen. Dennoch wissen viele Frauen in Deutschland nicht hinreichend über das Thema Brustkrebs- Vorsorge Bescheid.

Zu dem diesem erschreckenden Ergebnis kam die Bertelsmann- Stiftung und die Barmer Ersatzkasse in ihrem Gesundheitsmonitor 2014. Der Umfrage zufolge haben ungefähr 50 Prozent der befragten deutschen Frauen noch gravierende Wissenslücken, wenn es um das Thema Brustkrebs- Vorsorge geht. Ungefähr 1800 Frauen im Alter zwischen 44 und 63 Jahren nahmen an der aktuellen Umfrage der gesetzlichen Krankenkasse teil.

Fehlende Informationen sind häufig der Grund

30 Prozent der befragten Frauen glauben, wenn sie am Mammografie- Screening teilnehmen, verhindere das auch automatisch, dass sie im späteren Leben an Brustkrebs erkranken könnten. Der Nutzen der Brustkrebs- Vorsorge wird von den meisten befragten Frauen gravierend überschätzt. Über Risiken wie falsche positive Befunde wissen die meisten weiblichen Befragten in dieser Altersklasse allerdings eindeutig zu wenig.

An keiner anderen Krebserkrankung erkranken so viele Frauen wie an der Krebserkrankung Brustkrebs. Wenn man dem Robert- Koch- Institut mit Sitz in der Stadt Berlin glauben darf, werden in dem laufenden Jahr wieder mindestens 70.000 Frauen neu an dieser Krebsart erkranken. Im Durchschnitt wird ungefähr jede achte Frau in ihrem Leben an dieser Krebserkrankung leiden.

Frauen haben oft Angst vor der falschen Entscheidung

Im Jahr 2010 starben ungefähr 17.500 Frauen an dieser Krebserkrankung. Doch die Diagnose ist schon seit vielen Jahren kein Todesurteil mehr. In der Zwischenzeit können 80 Prozent aller Brustkrebs- Patienten erfolgreich geheilt werden. Entscheidend ist allerdings weiterhin eine möglichst frühe Diagnose des Brunstkrebses. Im Jahr 2011 mussten ungefähr 100.000 Patientinnen die Brüste abgenommen werden.

Laut der Umfrage der gesetzlichen Krankenkasse haben die meisten Frauen in Deutschland Angst eine falsche Entscheidung zu treffen, wenn es um das Thema Brustkrebs geht. Leider hat sich das Wissen über Nutzen und Risiken eines Mammografie- Screenings in den vergangenen Jahren nur gering verbessert. Experten halten das Aussaß der Informationsdefizite in Deutschland in der Zwischenzeit für besorgniserregend.

32 Prozent aller Krebspatienten leiden an Brustkrebs

Grund für das falsche denken könnte natürlich auch sein, dass es bis zum heutigen Tage an verständlichen Informationen fehle. Auch der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in der Stadt Heidelberg bestätigte die jetzt veröffentlichten Ergebnisse der aktuellen Umfrage.

Zwar sind die meisten Frauen über das Thema Brustkrebs ein wenig informiert, dennoch kommen in Gesprächen immer wieder Sätze wie, ich bin doch zur Vorsorge gegangen und bekomme trotzdem Brustkrebs.

Mit 32 Prozent aller Krebserkrankungen ist die Krebserkrankung Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Das entspricht im Durchschnitt ungefähr 72.000 Neuerkrankungen jedes Jahr oder 171 Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern.

Nach aktuellen Schätzungen der WHO gibt es weltweit etwa eine Millionen Neuerkrankte jedes Jahr. 1998 starben global 458.000 Frauen an Brustkrebs, das sind immerhin 1,6 Prozent aller verstorbenen Frauen weltweit.

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