Deutsche laut Umfrage unzufrieden mit AIDS- Aufklärung


Laut einer aktuellen Umfrage finden viele Deutsche die Aufklärung über das HI- Virus und die damit verbundenen Krankheit AIDS als nicht ausreichend. Das liegt aber in erster Linie an knapperen Geldern und das die Behörden neue Wege gehen. Trotzdem ist die Zahl der Infizierten zuletzt wieder angestiegen.

Die Krankheit AIDS ist wohl die schlimmste aller Geschlechtskrankheiten. Sie gilt auch nach wie vor als unheilbar. Die Aufklärung in Deutschland gegenüber der Krankheit AIDS empfingen gut die Hälfte aller Deutschen als nicht ausreichend. Das liegt aber nicht am mangelnden Willen der Behörden, sondern viel mehr an ihrem geschrumpften Budget.

45 Prozent sehen Handlungsbedarf

Vor gut 25 Jahren startete in Deutschland die Kampagne: „Gib Aids keine Chance“. Doch die meisten Deutschen finden die Aufklärung über das gefährliche HI- Virus nicht ausreichend. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Nach Angaben des Instituts finden 45 Prozent der Befragten, dass die Aufklärung über die Krankheit AIDS verbessert werden müsste.

Die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Elisabeth Pott, erklärte in einer Stellungnahme: „Wir sind noch nicht am Ende unserer Aufklärungsarbeit, da es offensichtlich noch immer Menschen gibt, die wir noch nicht erreichen konnten“. Einer aktuellen Statistik zufolge schützen sich etwa 86 Prozent der Erwachsenen mit dem Kondom vor der todbringenden Krankheit.

Mehr Infizierte

Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich auch, dass sich über 10 Prozent der Deutschen nicht ausreichend vor dem gefährlichen Virus schützen. Schon seit Ende der 1990er Jahre wurde das Budget für die Aufklärung immer weiter gekürzt, so die Direktorin weiter, aber sie hegt die Hoffnung auf neue Geldgeber und die Aufklärung über das Internet weiter voranzutreiben.

Durch die geringeren Gelder konnten die Aufklärungskampagnen weniger Menschen erreichen, demzufolge sind zwischen den Jahren 2003 und 2006 auch die Neusansteckungen mit dem HI- Virus wieder angestiegen, so die Direktorin. Dies möchte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durch neue Wege stabilisieren, so die Aussage der Direktorin.

73.000 Infizierte in Deutschland

Früher konnten Aufklärungsspots zur besten Sendezeit ausgestrahlt werden, dass ist heute leider nicht mehr möglich, erklärt sie. Das neue Steckenpferd der Bundeszentrale ist hingegen das Internet. Daher kann bei einigen Menschen der Eindruck entstehen, es wird nicht mehr so umfangreich aufgeklärt wie früher.

Nach aktuellen Zahlen des Berliner Robert- Koch- Instituts leben in Deutschland etwa 73.000 Menschen, die die Erkrankung in sich tragen. Im vergangenen Jahr infizierten sich etwa 2700 Menschen mit dem Virus und 500 starben an der Krankheit AIDS. Der HI- Virus zerstört das Immunsystem und somit können Krankheitserreger nicht mehr abgewehrt werden.

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