Demenz: Stress kann Alzheimer begünstigen


Wer im Alter viel Stress hat, begünstigt die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken, das haben Wissenschaftler aus Argentinien herausgefunden. Wie genau Stress auf die Krankheit wirkt, muss allerdings noch erforscht werden.

Fragt man die Deutschen wovor sie im Alter am meisten Angst haben, lautet die Antwort meistens krank zu werden. Am meisten haben die Deutschen dabei Angst an Alzheimer zu erkranken. Wie Wissenschaftler jetzt herausgefunden haben, begünstigt Stress und Kummer die Entstehung der Krankheit Alzheimer, darum sollte auch im Alter viel Wert auf die seelische Gesundheit gelegt werden.

Zwar könne Stress allein noch nicht zu Alzheimer führen, aber er begünstigt schnelle Abbauprozesse im menschlichen Gehirn, diese wiederum fördern die Symptome von Demenz bzw. Alzheimer, wie Wissenschaftler aus Argentinien auf dem Europäischen Neurologenkongress in Prag berichten. Deshalb sollten gerade Senioren auf ihre seelische Gesundheit achten, so die Forscher.

73 Prozent standen unter starkem Stress

Um zu diesem Ergebnis zu kommen untersuchten die Forscher 107 Testpersonen mit einer eventuellen leichten bis mittleren Alzheimererkrankung. Im Durchschnitt waren die Probanden 72 Jahre alt. Zwischen Diagnose und den ersten Symptomen der Krankheit lagen etwa 2,5 Jahre. Als Kontrollgruppe dienten gesunde Senioren, die die gleichen Voraussetzungen hatten wie die Alzheimerpatienten (Alter, Geschlecht, Bildungsniveau).

Im Anschluss wurden Angehörige und Pfleger der Alzheimer- Patienten darüber befragt, ob sich was in den drei Jahren vor der Alzheimer- Diagnose ereignet hätte. Es stellte sich schnell heraus, dass 73 Prozent der Alzheimer- Patienten unter hohem seelischem Stress litten, wie zum Beispiel ein schwerer Autounfall oder der Tod des Partners oder eines Kindes. In der Kontrollgruppe waren hingegen nur 24 Prozent starkem seelischem Stress ausgesetzt.

Häufigste Demenzerkrankung

Alzheimer zählt schon seit Jahren zu den weltweit häufigsten Demenzerkrankungen. Als Risikofaktoren gelten hohes Lebensalter, Diabetes, hoher Blutdruck und körperliche und geistige Inaktivität. Wie genau Stress auf die Krankheit Alzheimer wirkt, muss den Wissenschaftlern zufolge noch erforscht werden.

Alzheimer ist eine neurologische Erkrankung, die in ihrer häufigsten Form bei Menschen ab 65 Jahren auftritt und bei 60 Prozent der derzeitig 24 Millionen Demenzerkrankten diagnostiziert wurde. Anzeichen für die Alzheimer- Krankheit sind zunehmende Verschlechterung der kognitiven Lernfähigkeit und die Abnahme der täglichen Aktivitäten.

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