Demenz bei Aidskranken: Neuen Wirkstoff gefunden


Menschen die sich mit dem HI- Virus angesteckt haben, können im Verlauf der Krankheit auch an einer Art aidsbedingter Demenz erkranken. Bis heute hatten Wissenschaftler keine Mittel gegen diese Krankheit. Doch neue Forschungsergebnisse lassen wieder neue Hoffnung aufkommen.

Die Krankheit Aids gilt auch weiterhin als unheilbar. Wissenschaftler haben aber jetzt herausgefunden, dass Epicatechin das Gehirn vor dem tödlichen HI- Virus schützen kann. Somit gibt es eine neue Hoffnung für Aidskranke mit virusbedingter Demenz. Der Pflanzenstoff Epicatechin kommt in erster Linie in Kakao und Tee vor und soll das Gehirn vor den zerstörerischen Auswirkungen vom HI Virus schützen.

Bis zum heutigen Tage gab es noch keine effektiven Behandlungsmethoden gegen neurologische Schäden, die der VI- Virus anrichtet, so die Wissenschaftler in ihrem Bericht. Das liegt daran, dass die derzeitigen Mittel nicht bis zu ihrem Wirkungsort gelangen, der neue Pflanzenstoff ist hingegen klein genug um diese Schutzbarriere des Gehirns zu durchdringen.

HI- Virus blockiert Protein

Die Annahme liegt dabei nahe, dass man durch den Konsum von grünem Tee und Kakao selber etwas gegen den VI- Virus unternehmen könne, doch dies haben die Wissenschaftler noch nicht getestet, wie es in dem Bericht weiter heißt.

Befällt der Virus das Gehirn des Menschen, kann es zu schweren Demenzen und kognitiven Störungen kommen. Dabei stört das Virus die Reifung eines wichtigen Proteins. Dieses Protein ist dafür zuständig, dass die Nervenzellen in der Gehirnregion überleben. Wird das Protein bei Aidskranken blockiert, gehen die Gehirnzellen viel zu zeitig zu Grunde, so die Forscher.

2000 Substanzen untersucht

Die Wissenschaftler testeten in ihrer Studie 2000 pflanzliche Substanzen und Arzneimittel auf ihre Wirkung auf Gehirnzellen. Dabei untersuchten sie, ob die Wirkstoffe das Protein, das durch den Aids- Virus geschädigt wurde, schützen. Dabei fanden die Wissenschaftler 293 Wirkstoffe die das Protein schützen, neun von ihnen waren dem Pflanzenstoff Epicatechin eng verwandt.

Der Pflanzenstoff Epicatechin schützt das Protein im Gehirn, weil es die Produktion des Proteins fördert. Bei der Zugabe des Pflanzenstoffes habe sich das Protein in den Zellkulturen fast verdoppelt, berichten die Wissenschaftler. Dieser Effekt sei für die Forscher sehr überraschend aber auch sehr vielversprechend gewesen. Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler ein Medikament entwickeln, das per Spritze oder in Tablettenform verabreicht werden kann.

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