Bubble- Tea: Verkäufer müssen Warnhinweise wegen Verschluckungsgefahr anbringen


Einer aktuellen Untersuchung zufolge stellt Bubble Tea für Kleinkinder bis vier Jahren eine gesundheitliche Gefahr durch Verschlucken da. Aus diesem Grund sollen nun Warnhinweise auf den Bechern abgedruckt werden. Doch einigen Experten geht dieser Schritt noch nicht weit genug.

Schon des Öfteren haben wir über die Gefahren von dem neuen Modegetränk Bubble Tea berichtet. Nicht nur die sehr hohe Kalorienzahl von bis zu 500 Kalorien pro Becher machen den Experten sorgen, auch das die kleinen Kügelchen in die Atemwege von Kindern bis zu vier Jahren gelangen können, bereitet den Experten Kopfzerbrechen.

Das Ergab eine aktuelle Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums. Daher sollen die Verkäufer des Bubble Teas auf die möglichen Gefahren hinweisen. Entsprechende Behörden sollen nun die Verkäufer des Modegetränks veranlassen die Warnhinweise gut sichtbar, leicht lesbar und leicht verständlich anzubringen.

Keine Zwischenfälle bekannt

Immer mehr Bubble- Tea- Läden sind in den Innenstädten zu finden

Wie ein Sprecher des Ministeriums in einer aktuellen Stellungnahme erklärte, habe die Untersuchung ergeben, dass beim Verkauf von Bubble- Tea Hinweise zur Verschluckungsgefahr bei Kindern dringend erforderlich sind. Der Bundesverband für Kinder und Jugendärzte sieht dies ganz genauso, wie der Präsident Wolfram Hartmann erklärte.

Die dicken Kügelchen werden beim Bubble- Tea über den Strohhalm aufgesogen und können somit leicht verschluckt werden, so der Präsident. Gelangen die Kugeln dann in die Bronchien, könnten sie leicht eine Lungenentzündung verursachen, gibt der Mediziner zu bedenken. Zwar sind bis jetzt keine Zwischenfälle von Bubble- Tea in Deutschland und im Ausland bekannt, aber dennoch sollten die Eltern die Warnhinweise ernst nehmen, so das Ministerium.

Kein natürliches Teegetränk

Die Partei der Grünen forderte neben den Warnhinweisen auch leicht zugängliche Informationen zum Nährstoffgehalt des Getränks, immerhin befindet sich in manchen Bubble- Teas doppelt so viel Zucker wie in einem Glas Cola, so die Partei. Den Verbrauchern müsste bewusst gemacht werden, wie hoch die Kalorienanzahl bei einem Bubble- Tea ist, so die Partei weiter.

Im Moment boomt das Geschäft mit dem Bubble Tea. Allein zwischen den Monaten Januar und April dieses Jahres wurden gut 4,4 Millionen Euro mit Hilfe des Bubble- Teas umgesetzt. Ursprünglich kommt das Getränk aus Taiwan, mittlerweile ist es in Deutschland vor allem bei jungen Leuten sehr beliebt. Die Stiftung Warentest weist aber darauf hin, dass es sich bei Bubble Tea um kein natürliches Teegetränk handelt.

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