Keime im Schwimmbad gefährden Augen


Urin, Schweiß, Chlor und Schmutz im Schwimmbecken schaden unseren Augen. Experten raten eine gut sitzende Schwimmbrille zu tragen um Infektionen zu vermeiden.

Bei den heißen Temperaturen ist eine Abkühlung im erfrischenden Nass der Seen und Schwimmbäder mehr als willkommen. Doch wer nicht aufpasst nimmt aus dem Schwimmbad einen unfreiwilligen Begleiter mit nach Hause: eine Augenentzündung.

Hohe Infektionsgefahr durch Keime und Bakterien

Experten warnen vor einer hohen Infektionsgefahr in Schwimmbädern. Das betrifft vor allem die Augen. Hat jemand nach dem Badetag gerötete Augen, liegt dies nicht nur am Chlor das dem Wasser zugesetzt wird. Zwar sollte Chlor das Wasser sauber halten und Keime und Bakterien abtöten, doch so hundert prozentig gelingt das nicht.

Das bestätigt nun auch eine Aussage der Deutschen Ophthamologischen Gesellschaft (DOG). In einer Presseaussendung der Nachrichtenagentur AFP erklärt sie, dass sich trotz Chlor im Badewasser Keime und Schmutzpartikel ansammeln. Die können in die Horn- und Bindehaut des Auges eindringen und dort Entzündungen hervorrufen.

Nach 24 Stunden ohne Besserung unbedingt einen Arzt aufsuchen

Sind die Augen nach dem Badespaß gerötet und brennen oder tränen, liegt das auch an der Vermischung von Chlor, Schweiß, Urin und Schmutz. Daraus entstehen bestimmte chemische Verbindung. Die führen zu einer Reizung des Auges und greifen den empfindlichen Tränenfilm der Augen an.

In den meisten Fällen klingen die Symptome nach kurzer Zeit wieder ab. Zur Linderung kann man auch Augentropfen mit einer Tränenersatzflüssigkeit verwenden. Sollte nach 24 Stunden keine Besserung eintreten, raten die Experten einen Augenarzt aufzusuchen. Dann könnte es sich nämlich um eine Infektion handeln. Typisch wäre eine Bindehautentzündung.

Schwimmbrille ist der beste Schutz für die Augen

Die macht sich bemerkbar durch Augenbrennen, Jucken, verklebte Augen und Schwellungen der Bindehaut. Behandelt wird die Bindehautentzündung mit einem Breitband-Antibiotika in Form von Augentropfen. Doch vorsicht, bei roten Augen sollte nicht sofort auf eine Bindehautentzündung geschlossen werden. Sie sind ein Symptom für viele verschiedene Augenerkrankungen.

Die beste Vorbeugung von Infektionen im Auge ist eine gut sitzende Schwimmbrille. Dadurch werden die reizenden Substanzen von den Augen ferngehalten und auch Schmutzpartikel und Bakterien können nicht in die Augen gelangen.

Besser auf Kontaktlinsen im Wasser verzichten

Besonders aufpassen sollten Kontaktlinsenträger. Während dem Schwimmen kann es passieren, dass sich die Linsen am Auge festsaugen. Dies kann schmerzhafte Abschürfungen auf der Hornhaut mit sich bringen. Außerdem können sich in den weichen Kontaktlinsen Keime und Pilze einnisten. Dort  vermehren sie sich dann und führen zu Infektionen. Werden diese nicht rechtzeitig von einem Arzt behandelt, kann es dabei zu schwerwiegenden Folgeschäden kommen. Das reicht von Sehbeeinträchtigung bis zur Erblindung.

Der beste Schutz ist also das Tragen einer passenden Schwimmbrille. Für Kontaktlinsenträger ist es auch ratsam, die Kontaktlinsen zu hause zu lassen. Will man gar nicht auf sie verzichten, sollte man für den Badetag Tageslinsen verwenden und diese nach dem Schwimmen wegwerfen.

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