Alzheimer: Pflege in Thailand als Alternative?


Die Pflege in den westlichen Ländern ist sehr teuer, besonders wenn es sich um Alzheimer- Patienten handelt. Daher sehen sich Angehörige immer öfter nach Alternativen um. Eine dieser Alternativen ist Thailand. Hier bekommen die Patienten eine persönliche 24 Stunden- Pflege zu einem geringeren Preis als in Deutschland.

Die Pflege in Deutschland wir immer teurer. Auch das Pflegepersonal ist immer öfter überfordert. Daher suchen Angehörige nach günstigeren Alternativen, wie zum Beispiel in Thailand. Dies beunruhigt jedoch die Experten.

2800 Euro im Monat

In Thailand leben Patienten nicht selten in einzelnen Häusern innerhalb einer Gemeinde, werden zu den Märken im Ort, Restaurants und Tempeln gebracht und erhalten rund um die Uhr eine persönliche Pflege. Die Kosten belaufen sich auf gut 2800 Euro im Monat, dies ist deutlich weniger was Heime in Deutschland oder der Schweiz verlangen.

Doch Experten macht der aktuelle Trend Sorge, sie sind der Meinung, dass die Entwurzelung den Alzheimerkranken beträchtlich schaden kann. So kann es zu erhöhten Angstzuständen kommen, betonen Experten immer wieder. Befürworter kontern mit der Qualität der Pflege.

Weitere Heime in Thailand geplant

Generell herrscht ein gewisses Unbehagen, kranke ältere Menschen ganz weit weg zu schicken. Aber dies kommt immer häufiger vor, selbst in Deutschland. Doch nicht immer ist es Thailand, so werden Alzheimer- Patienten, aber auch Rentner mit anderen Krankheiten nach Osteuropa, Spanien, Griechenland oder in die Ukraine gebracht.

Doch die günstigste Pflege gibt es nicht in Osteuropa, sondern viel mehr auf den Philippinen. Ungefähr 100 US- Amerikaner warten hier auf einen günstigen Pflegeplatz. Aber auch Thailand rüstet weiter auf. In der Region Chang Mai soll noch in diesem jahrein weiteres Feriendomizil für Alzheimer- Patienten eröffnet werden.

Betreuung im Ausland muss aus eigener Tasche gezahlt werden

Das Geschäft mit den Alzheimer- Patienten ist lukrativ. Derzeitig leben auf der Welt 44 Millionen Menschen mit dieser Krankheit. Tendenz steigend. Im Jahr 2050 sollen es schon 135 Millionen Menschen sein. Allerdings wird die Betreuung im Ausland nicht von der Krankenkasse bezahlt, daher muss die Betreuung aus eigener Tasche gezahlt werden.

Anders sieht es in der Schweiz aus. Hier übernimmt die staatliche Krankenversicherung zwei Drittel der Kosten. Eine Privatklinik mit Spitzenbetreuung kostet in der Schweiz hingegen 11.000 Euro. Da klingen die 2800 Euro in Thailand schon beinahe wie ein Schnäppchen.

Anpassung an einen fremden Ort oft schwer

Dennoch warnen Experten vor einen Umzug in ein fernes Land. Denn die Anpassung an einen fremden Ort ist für die Erkrankten oft sehr schwer, weil sie in einer Welt voller Erinnerungen an früher leben. Sie haben an ihre Heimat eine bessere Erinnerung und zudem können Freunde, Bekannte und Angehörige sie zu jeder Zeit besuchen kommen.

Aber auch wegen der Sprache und kulturellen Gründen ist es für die meisten am besten, nicht in ein fremdes Land umzusiedeln.

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