Alzheimer – das langsame Vergessen


Manchmal vergisst man einfach etwas. Wird das Vergessen aber zur Regelmäßigkeit sollte man einen Arzt aufsuchen.

Alzheimer tritt mit zunehmenden Alter auf und ist eine hirnorganische Krankheit. Die Diagnose Alzheimer verschreckt oftmals Patienten, denn sie haben Angst sich stark zu verändern. Die Krankheit lässt einen nämlich nicht nur Dinge vergessen, sondern verändert die Persönlichkeit Betroffener.

Demenz und Alzheimer

Fälschlicherweise werden Demenz und Alzheimer oftmals gleichgestellt. Man sollte allerdings wissen, das Alzheimer nur eine Demenzerkrankung ist. Alzheimer zählt zu den primären Demenzen.

Bei primären Demenzen ist die Veränderung direkt auf das Gehirn zurück zuschließen. Im Gegensatz dazu stehen die sekundären Demenzen, die auf Grund von Verletzungen, Vergiftungen und Mangelerscheinungen auftreten.

Der Verlauf

Den Verlauf von Alzheimer teilt man in drei Gruppen auf. Das sind die leichtgradige, die mittelschwere und die schwere Demenz. In der ersten Stufe der Demenz ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis der Betroffenen angegriffen. Man kann sich nicht mehr an kürzliches erinnern, weiß aber genau, dass man etwas vergessen hat. Den Alltag meistern Alzheimererkrankte in diesem Stadium noch weitgehend allein.

Wichtig ist vor allem die Betroffenen, in diesem Stadium, bei Behandlung und Betreuung mitbestimmen zu lassen. Die mittelschwere Demenz ist die mittlere Stufe. Befindet sich ein Erkrankter hier, braucht er immer mehr Hilfe, auch bei alltäglichen Dingen. Hinzukommt, dass es immer schwerer fällt ganze Sätze zu bilden und sich gut verständigen zu können.

Die Erinnerungslücken werden immer größer, oftmals vergessen Betroffene wen oder das sie überhaupt geheiratet haben oder welchen Beruf sie erlernt haben. Gerade das Vergessen von Personen, belastet das familiäre Umfeld. Hier wird jetzt großer Zusammenhalt verlangt und gebraucht.

Die letzte Stufe, die schwere Demenz, besticht durch Wortkargheit oder ganze Sprachlosigkeit. Meist haben die Betroffenen nun keine Kontrolle mehr über ihre Blase und den Darm und sind auf eine 24 Stunden Betreuung angewiesen.

Gehirn

Die Behandlung

Mit Medikamenten

Durch Medikamente lassen sich Verhaltensstörungen abmildern. Sie können bei der Alltagsbewältigung helfen. Wichtig ist, dass man mit den Medikamenten auch im Stadium der schweren Demenz weiter macht, denn sie können auch dann noch helfen und den Betroffenen unterstützen.

Ohne Medikamente

Für Alzheimererkrankte ist eine Stabilität in ihrem Umfeld sehr wichtig. Bei einer Therapie ohne Medikamente ist darauf zu achten, dass man den Betroffenen auf keinen Fall überfordert. Es lassen sich durch Erinnerungstherapie, kognitives Training, Kunsttherapie und ähnliches tolle Erfolge erzielen.

Tipps für den Umgang mit Alzheimerpatienten

Auch für die Familie und Freunde ist eine Alzheimererkrankung erstmal ein Schock. Sie müssen lernen mit dieser neuen Situation umzugehen.

Folgende Tipps helfen hierbei:

  • fürsorglicher, aber bestimmter Ton
  • Geduldig sein
  • Verständnisvoll (auch wenn es schwer fällt)
  • Kurze und einfache Sätze
  • Keine Diskussionen
  • Für Routine sorgen
  • Einfache Regeln
  • Loben
  • Nicht genervt sein, wenn man Sachen wiederholen soll

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