Alkoholkonsum: Senioren greifen immer öfter zur Flasche


Immer mehr Senioren müssen mit Alkoholvergiftungen mehrere Tage im Krankenhaus verbringen. Das erklärt die Techniker Krankenkasse in einem aktuellen Bericht. Offensichtlich wissen viele Senioren nicht, dass die Alkoholverträglichkeit im Alter immer weiter abnimmt.

In der Vergangenheit wurde immer wieder über den steigenden Alkoholkonsum von Jugendlichen gewarnt. Doch nicht nur bei den jungen Menschen nimmt der Alkoholkonsum erschreckende Formen an, auch Senioren greifen immer häufiger zur Flasche, wie die Techniker Krankenkasse jetzt in einer aktuellen Stellungnahme mitteilte.

Anstieg um 76 Prozent in Hessen

In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der Patienten mit einem Mindestalter von 65 Jahren, die in Kliniken im Bundesland Hessen wegen alkoholbedingten psychischen Erkrankungen behandelt wurden um ungefähr 76 Prozent an, so die Krankenkasse am Mittwoch der laufenden Woche.

Doch nicht nur im Bundesland Hessen verzeichnete die Krankenkasse mehr Fälle von Alkoholsucht, auch in dem Bundesland Mecklenburg Vorpommern stieg die Anzahl der alkoholbedingter psychischer Erkrankungen die im Krankenhaus stationär behandelt wurden mussten um 13 Prozent . Allein im Jahr 2010 mussten 800 Senioren über 60 Jahre mindestens acht Tage im Krankenhaus verbringen.

Leber braucht länger um den Alkohol abzubauen

Die Techniker Krankenkasse bezieht sich bei ihren Angaben auf eine aktuelle Statistik des Statistischen Bundesamtes. Besonders auffällig, vier von fünf Patienten sind Männern. Offensichtlich ist vielen Senioren hierzulande nicht bewusst, dass die Alkoholverträglichkeit im Laufe der Jahre immer weiter abnimmt.

In jüngeren Jahren führte dieselbe Alkoholmenge zu einem vergleichbaren niedrigeren Alkoholpegel, außerdem brauch die Leber im Alter länger um den Alkohol wieder abzubauen. Des Weiteren kann es zu gefährlichen Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Alkohol kommen, warnt die Krankenkasse. Die Techniker Krankenkasse rät Patienten den Alkoholkonsum kritisch zu hinterfragen und sich dem Hausarzt anzuvertrauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.