Massive Verstopfung führte zum Tode


Der Stuhlgang ist wichtig. Das zeigt ein tragischer Fall aus Cornwall (Südwesten Englands). Ein 16-jähriges Mädchen ist gestorben, weil sie acht Wochen lang nicht auf die Toilette ging. Durch die Verstopfung wurde ein Herzinfarkt ausgelöst.

Emily T., eine Teenagerin mit leichtem Autismus aus Cornwall, ist mit nur 16 Jahren an einer Herzattacke verstorben. Der Grund dafür war, dass sie zwei Monate lang nicht auf die Toilette ging. Sie litt an einer Toiletten-Phobie. Die Verstopfung hatte extreme Auswirkungen auf ihren Körper.

Nach acht Wochen waren sogar ihre Organe verschoben und ihr Brustkorb verengt. Mit der richtigen Behandlung hätte ihr Leben gerettet werden können. Die Teenagerin lehnte jede Art der Behandlung ab.

Mehrere Faktoren

Im Fall der jungen Frau sind mehrere Faktoren zusammengekommen. Gegenüber der „Independent“ erklärte die Pathologin Amanda Jeffery, dass das Symptom „stool withholding“ (Stuhl zurückhalten) im Kindesalter häufig verbreitet ist.

Laut Untersuchung des Universitätsklinikums Saarland gibt es Hinweise darauf, dass es bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus eine Häufigkeit von Ausscheidungsstörungen gibt. Jedoch gibt es noch keine ausreichenden Daten dazu.

Bei der Obduktion kam zudem heraus, dass Emily T. einen extrem langen Dickdarm („massive extension of the large bowel“) hatte. Jeffrey beschrieb diese als „like nothing I have ever seen before – it was dramatic.“ (etwas, das ich noch nie zuvor gesehen habe – es war dramatisch)

Jahrelange Darmprobleme – Untersuchungen verliefen ins Leere

Die 16-Jährige litt bereits seit Jahren an Darmproblemen. Jedoch konnte bisher die Ursache für ihr Leiden nie ausfindig gemacht werden. Ihr Hausarzt Alistar James gab an, dass Geraldine, die Mutter von Emily, sie immer wieder dazu gedrängt hat, sich genauer untersuchen zu lassen. Die Versuche der Mutter verliefen aber ins Leere.

Gegenüber dem Gerichtsmediziner erklärte James, dass er dem Mädchen Abführmittel verschrieben habe, aber den Unterleib nie untersucht hätte. „Had I done so, we would be having a different conversation. Her death could have been avoided with the right treatment at the right point.“ (Wenn ich das getan hätte, würden wir jetzt eine andere Unterhaltung führen. Mit der richtigen Behandlung zum richtigen Zeitpunkt hätte ihr Tod vermieden werden können.)

Im Krankenhaus konnte nur mehr der Tod festgestellt werden

Am 8.Februar 2013 kollabierte Emily zu Hause in St.Austell. Es wurde von den Rettungssanitätern Wiederbelebungsmaßnahmen in die Wege geleitet, doch im Krankenhaus konnte man nur noch ihren Tod feststellen. In der Nacht, in der die Teenagerin verstarb, kam die Sanitäterin Lee Taylor zwei Mal ins Haus.

Bereits beim ersten Besuch hätte Emily T. blass ausgesehen, aber verweigerte dennoch jede Untersuchung. Als Taylor zusammen mit einem auszubildenden Rettungssanitäter gegen vier Uhr morgens wiederkam, stand der Vater des Mädchens bereits vor der Tür und schrie die Sanitäter um Hilfe an. Sie fanden das Mädchen auf der Türschwelle zum Bad.

Taylor gab an, dass der Bauch so stark geweitet war, dass die unteren Rippen nach außen gedrückt wurden. „I could see that her abdomen was grossly extended. Her lower ribs had been pushed out further than her pubic bone – I was shocked.“
Die Ermittlungen in diesem Fall sind noch nicht abgeschlossen.

Ein Kommentar
  1. PFast95@gmx.net'

    Patrik Schnell

    6. Juli 2015 at 16:31

    Manches mal, richtet es die Natur eben ganz von alleine.

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