Zeckenbiss: Zecke nicht zerquetschen – FMSE und Borreliose drohen


Die Zeckenzeit ist schon wieder im vollen Gange. Sollten sie sich eine Zecke eingefangen haben, sollten sie vermeiden die Zecke zu zerquetschen, denn dadurch könnten Borreliosen in den Körper des Menschen gelangen und schwere neurologische Erkrankungen hervorrufen. Zum richtigen Entfernen wird eine Zeckenzange empfohlen.

So langsam gehen die Temperaturen wieder nach Oben, das bedeutet aber auch, dass die Zecken wieder aktiver werden. Hat man sich allerdings eine Zecke eingefangen, sollte man vorsichtig beim Entfernen sein, damit man sich keine von Zecken übertragene Krankheit einfängt.

Am besten lassen sich Zecken mit einer so genannten Zeckenzange wieder aus der Haut entfernen. Allerdings sollten die kleinen Tierchen dabei nicht gequetscht oder zusammengedrückt werden. Dabei könnte sich die Zecke in den Menschen erbrechen und aus ihrem Magen- Darm- Trakt könnten Borreliose- Erreger austreten.

Gegen Borreliose gibt es keine Impfung

In welche Richtung die Zecke gedreht wird, spielt dabei keine Rolle. Wird eine Infektion mit Borreliosen allerdings nicht erkannt, drohen schwere neurologische Schäden oder chronische Gelenkentzündungen. Das Problem: Gegen Borreliose gibt es keine Impfung, gegen FMSE allerdings schon.

Die FMSE- Erreger befinden sich im Gegensatz zu den Borreliosen in der Speicheldrüse der Tiere und werden sofort bei einem Biss übertragen. Wer sich in Risikogebieten aufhält, sollte sich mindestens sechs Wochen vorher gegen FMSE impfen lassen, raten Experten. Die zweite Impfung erfolgt dann ein bis drei Monate nach der ersten Impfung. Wann genau, das kommt immer auf die Art der Impfung an.

Drei Jahre vor FMSE geschützt

Zu den gefährlichsten Gebieten zählen Süddeutschland, Österreich und auch der Osten von Europa. Die Viren können Hirnhaut- und Hirnentzündungen hervorrufen. Diese sind in der Regel nicht behandelbar. Wer länger als ein Jahr gegen FMSE geschützt sein will, sollte sich nach etwa neun bis 12 Monaten die dritte Impfung bei seinem Arzt abholen.

Diese Impfung schützt dann mindestens drei Jahre vor FMSE. Auffrischungen sollten alle fünf Jahre erfolgen. Menschen ab dem 50. Lebensjahr sollten sich alle drei Jahre neu impfen lassen. Durch den warmen Winter gab es auch schon in den ersten sieben Wochen dieses Jahres fünf Erkrankungsfälle, wie das Robert- Koch- Institut mitteilte.

Zecken sind Übelebenskünstler

Auch das Robert- Koch. Institut rät zu einer Impfung, besonders dann, wenn Menschen in Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten. Für einen vollständigen Schutz sind drei Impfungen notwendig. Zwar ist die FMSE- Impfung als Zeckenimpfung bekannt, aber sich schützt nur vor FMSE.

Zecken sind zudem Überlebenskämpfer. Sie können mehrere Jahre ohne Blut auskommen. In Wohnräumen überleben sie mehrere Tage und im Gefrierfach bei minus acht Grad können sie 24 Stunden überleben. Erst Temperaturen von minus 20 Grad töten Zecken, genauso wie Waschtemperatoren von über 60 Grad.

2 Kommentare
  1. bonin.petra@gmx.de'

    Petra

    12. April 2014 at 22:48

    Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit, aber gleichzeitig auch eine der am meisten unterschätzten und verharmlosten Erkrankungen!
    30 Jahre nach Entdeckung des Krankheitserregers Borrelia burgdorferi gibt es immer noch keine standardisierte zuverlässige Diagnostik, keine sicher heilende Therapie und keinen Impfstoff.
    WorldwideLymeProtest
    Lyme-Borreliose-Betroffenen demonstrieren weltweit am 17. Mai, um auf diese katastrophalen Missstände hinzuweisen. In Deutschland organisiert OnLyme-Aktion.org Protestaktionen in Hamburg, Sulingen, Köln, Hanau und Berlin!

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  2. bonin.petra@gmx.de'

    Petra

    13. April 2014 at 06:20

    Ich bin wütend!
    Seit 30 Jahren leiden unzählige Menschen an den schwerwiegenden Folgen einer Borreliose und Mediziner aller Fachrichtungen wurden nie müde zu behaupten, die Erkrankung wäre mit drei Wochen Antibiotika ausgestanden.
    Millionen Patienten weltweit erlebten aber auf grausamste Weise, dass dies nicht so war.
    Nur durch das inzwischen weltweite millionenfache Aufbegehren der Kranken und ihrer Angehörigen und der unermüdlichen medienwirksamen Aufklärungskampagnen etlicher betroffener US-Stars, wie Kevin Bacon, Jane Alexander, Yolanda Foster, Daryl Hall, Karen Allen, Amy Tan, Ally Hilfiger, Cher’s Sohn, uvm, beginnt nun endlich ein Wandel

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