Unicef: 55 Prozent mehr Jugendliche an Aids gestroben


Immer mehr Jugendlich sterben an der Krankheit Aids. Zwischen den Jahren 2005 und 2012 stieg die Zahl der Todesopfer um gut 55 Prozent an. Das geht aus einem Bericht der Hilfsorganisation Unicef hervor. Daher fordert das Kinderhilfswerk mehr Geld von den UN- Staaten um mehr Neuninfektionen zu verhindern.

Die Zahlen der HIV- Neuinfektionen gehen in Deutschland immer weiter zurück. Doch immer mehr junge Menschen sterben an dem tödlichen Virus. Dies belegt jetzt auch ein aktueller Report der Hilfsorganisation Unicef. Dem Bericht zufolge sind allein im vergangenen Jahr 110.000 Jugendlich an der Krankheit Aids gestorben.

Wir das Kinderhilfswerk bei der Vorstellung des Berichtes betonte, könnten höhere Investitionen die Todesrate deutlich senken. Vor allem in armen Ländern sterben immer mehr Jugendliche. Laut Unicef ist die Todesrate bei den Jugendlichen in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Erfolge könnte das Kinderhilfswerk hingegen bei Kindern und Müttern verzeichnen.

Anstieg bei den Jugendlichen um 55 Prozent

Unicef forderte die UN- Staaten am Freitag dieser Woche auf, mehr Geld zu spenden, denn dies könnte das Problem deutlich eindämmen. Im Jahr 2005 sollen etwa 75.000 Jugendliche in armen Ländern an Aids gestorben sein. Im letzten Jahr waren es dann 110.000 Jugendliche, was einem Anstieg von 55 Prozent gleich kommt.

Laut einer aktuellen Statistik gab es im vergangenen Jahr etwa 2,1 Millionen Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren die mit HIV infiziert waren. Nach Angaben der Unicef- Helfer könnten Spenden in Höhe von gut 5,5 Milliarden Dollar bis 2020 die Ansteckung von zwei Millionen Jugendlichen verhindern. Im Jahr 2010 lag das Budget noch bei 3,8 Milliarden Dollar.

Infektionen bei Kindern halbiert

Im Gegensatz zu den Jugendlichen meldete Unicef große Erfolge bei den Kindern. Die Übertragung von Müttern auf ihre Kinder sei in den vergangenen Jahren deutlich eingedämmt worden, wie es am Freitag weiter hieß. Zwar worden im vergangenen Jahr noch 260.000 Kinder mit dem Virus infiziert, aber vor sieben Jahren waren es noch 540.000 Kinder.

Ohne eine entsprechende Behandlung werden ein Drittel der Kinder nicht einmal ihren ersten Geburtstag erleben. Gut die Hälfte wird nicht einmal zwei Jahre alt. Daher forderte Unicef, dass Kinder die ersten sein müssten, die von den Erfolgen bei der Bekämpfung von HIV profitieren. Zudem sollten sie die letzte sein, die unter unserem Versagen leiden müssen, so der Direktor der Kinderhilfsorganisation Anthony Lake.

Nur ein Drittel erhalten die nötige Behandlung

In der heutigen Zeit muss das Kind einer infizierten Frau zum Glück nicht mehr das gleiche Schicksal erleiden, so der Direktor weiter. Der Anteil der infizierten Kinder ist in dem schwersten betroffenen Erdteil Afrika in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Um 76 Prozent in Ghana und um 58 Prozent in Namibia.

Die Schattenseite: Immer noch erhalten nur ein Drittel der betroffenen Kinder in den ärmsten Ländern der Welt die nötige Behandlung. Bei den Erwachsenen sind es immer schon zwei Drittel, wie es zum Abschluss hieß.

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