Borreliose breitet sich in Sachsen- Anhalt weiter aus


In dem Bundesland Sachsen- Anhalt gab es in diesem Jahr mehr Borreliose- Erkrankungen als im vergangenen Jahr. Experten machen den milden Winter dafür verantwortlich.

Zecken übertragen neben FMSE auch die gefährliche Krankheit Borreliose. Gerade diese Erkrankung nimmt in dem Bundesland Sachsen- Anhalt immer weiter zu.

Bis Ende der 30. Kalenderwoche Ende Juli wurden in dem ostdeutschen Bundesland mindestens 160 Erkrankungen registriert, wie die zuständige Leiterin des Dezernats Gesundheit- und Hygienemanagement im Landesamt für Verbraucherschutz, Constanze Gottschalk, am Mittwoch der laufenden Woche auf Anfrage erklärte.

Knapp 40 Fälle mehr

Im vergangenen Jahr waren es in demselben Zeitraum erst ungefähr 123 Fälle. Als eine Ursache des Anstiegs gilt der recht milde Winter, wodurch die Zecken in dem laufenden Jahr besonders früh aktiv wurden. Die Wahrscheinlichkeit, an Borreliose zu erkranken, ist je nach Landkreis sehr unterschiedlich.

In dem ostdeutschen Landkreis Anhalt-Bitterfeld und im Burgenlandkreis gab es nach der aktuellen Übersicht des Amtes jeweils nur einen einzigen Fall in diesem Jahr, in Dessau-Roßlau sogar keinen einzigen. Im Gegensatz dazu ist der Saalekreis mit 29 Fällen Spitzenreiter, danach folgen mit jeweils 26 Fällen der Salzlandkreis und der Landkreis Börde.

Borreliose kann zu Herzmuskelentzündungen führen

Borreliose kann in unbehandelten Fällen zu Gelenk-, Herzmuskel- und Nervenentzündungen führen. Gegen Borreliose gibt es bis zum heutigen Tage keine Impfung. Zecken können allerdings auch die gefährliche Krankheit

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, wogegen man sich allerdings impfen lassen kann. Eine FSME-Erkrankung gab es in dem Bundesland Sachsen-Anhalt in diesem Jahr allerdings noch nicht.

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