Resistente Tuberkulose- Erkrankungen nehmen in Deutschland zu


In der Bundesrepublik Deutschland nehmen die resistenten Tuberkulose- Erkrankungen wieder leicht zu. Im Gegensatz zu den normalen Tuberkulose- Erkrankungen die leicht zurück gegangenen sind. Allerdings sind 50 Prozent der Patienten nicht in der Bundesrepublik Deutschland geboren. Aus diesem Grund schleppen in erster Linie Ausländer die Krankheit nach Deutschland ein. Allein im Jahr 2012 haben sich deutlich mehr als 4000 Personen mit der Infektionskrankheit angesteckt.

Tuberkulose ist auch in Deutschland weiterhin eine ernstzunehmende Krankheit. Die Zahl der Neuansteckungen sinkt hierzulande nur langsam. Und in vielen Fällen schlagen gängige Arzneimittel bei den Patienten nicht mehr an.

146 Todesopfer in Deutschland

Experten sind besorgt über die immer noch hohe Tuberkulose-Gefahr in der Bundesrepublik. Die Zahl der Neuerkrankungen sinkt nur sehr langsam. Und Fälle von multiresistenter Tuberkulose nahmen in der jüngsten Vergangenheit sogar leicht zu, wie das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) in einem Bericht erklärte

4220 Fälle von Tuberkulose wurden im Jahr 2012 bei dem Institut gemeldet – 50 Prozent der Patienten stammen zudem nicht aus Deutschland. 146 Personen starben an der immer noch sehr gefährlichen Infektionskrankheit.

2,3 Prozent haben sich mit multiresistenten Keimen angesteckt

Die Infektionskrankheit Tuberkulose wird durch Bakterien übertragen, die in erster Linie die menschliche Lunge befallen. In der Bundesrepublik muss jeder Fall von Tuberkulose gemeldet werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Besonders gefährlich sind insbesondere multiresistente Erreger. In diesen Fällen zeigen die Standardmedikamente meistens keinen Erfolg.

Der Anteil der multiresistenten Fälle nahm in der Bundesrepublik in der jüngsten Vergangenheit deutlich zu: 2,3 Prozent der im Jahr 2012 verzeichneten Ansteckungen waren multiresistent. Zwischen den Jahren 2007 und 2011 waren es im Mittel noch ziemlich genau 1,9 Prozent.

Meiten Patienten stammen vor allem aus der Türkei, Russland und Rumänien

„Die aktuelle Entwicklung bei der resistenten Tuberkulose bedarf einer besonderen Wachsamkeit“, erklärt das Berliner Institut in seinem jährlichen Bericht. Der amtierende RKI-Präsident Reinhard Burger forderte außerdem, die gemeinsamen Anstrengungen in der frühen Erkennung und Prävention noch weiter zu intensivieren.

50 Prozent der Tuberkulose- Patienten sind der Behörde zufolge nicht in Deutschland geboren. Oft sind es laut dem Berliner Institut Asylbewerber und Einwanderer aus östlichen Ländern der Europäischen Union, in denen Tuberkulose noch weiter verbreitet ist. Die meisten Patienten, die in Deutschland behandelt werden, kommen demnach aus den Ländern Türkei, Rumänien oder Russland.

In Deutschland relativ wenige Erkrankungen

Die Krankheitsfälle in Bundesrepublik konzentrieren sich in den meisten Fällen auf große Städte, in denen auch der Anteil der ausländischen Bevölkerung besonders hoch ist. So sind die Städte Berlin, Hamburg und Bremen die Städte mit den meisten Neuerkrankungen pro Einwohner. Die wenigsten Neuerkrankungen pro Einwohner im Gegensatz dazu gab es in den Bundesländern Thüringen, im Saarland und in Schleswig-Holstein.

Mit 5,2 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner gibt es in Bundesrepublik noch relativ wenige Fälle von Tuberkulose. Weltweit erkrankten laut dem Berliner Robert- Koch- Institut im Jahr 2012 ungefähr 8,6 Millionen Menschen an Tuberkulose.

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