Masern: Impfempfehlung für Erwachsene ab Jahrgang 1970


Die Fälle von Masern steigen in Deutschland von Jahr zu Jahr kontinuierlich an. Die meisten Fälle gibt es mit Abstand in Bayern und Berlin. Experten raten Erwachsenen ab dem Jahrgang 1970 zu einer Schutzimpfung.

Immer wieder tauchen Meldungen von Masernerkrankungen in Deutschland auf. Experten raten Erwachsenen schon länger zu einer Impfung die nach 1970 geboren sind. Auch international sind Masern wieder weiter auf dem Vormarsch.

Nicht nur in Deutschland, auch in der restlichen westlichen Welt steigen die Fallzahlen immer weiter an, dabei waren die Masern schon so gut wie ausgerottet. Lauteiner Statistik der Ständigen Impfkommission des Robert Koch Instituts in Berlin gibt es in Deutschland derzeitig 851 Fälle. 2012 waren 1650 Fälle und 2011 1608 Fälle.

Die meisten Masern- Fälle in Bayern und Berlin

Schaut man sich die einzelnen Bundesländer an, gibt es im Freistaat Bayern mit 376 Masern- Fällen die höchste Anzahl, gefolgt von Berlin mit 323 Fälle. Somit liegen diese beiden Bundesländer einsam an der Spitze dieser Rangliste. In den anderen Bundesländern wurden bis heute nicht mehr als 50 Fälle registriert.

Besonders hoch ist Impfrate bei der Schuleingangsuntersuchung. Hier liegt die Rate teilweise bei bis zu 95 Prozent. Erwachsenen empfehlen die Experten eine Impfung, wenn sie nach 1970 geboren sind. Alle Erwachsenen die älter sind, gelten als immun. Die Impfung gegen Masern erfolgt in zwei Intervallen. Wer sich unsicher ist, ob er die zweite Impfung erhalten hat, sollte sich impfen lassen.

Vorsicht in Wartezimmern von Kinderärzten

Die Kosten für die Impfung gegen Masern werden zudem von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. In Bundesländern, in denen es nur wenige Fälle von Masern gibt, greift auch der Herdenschutz. Da es nur wenige Menschen gibt, die nicht gegen Masern geimpft sind, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass die Krankheit weitergegeben wird.

Vorsicht ist nur in Wartezimmern von Kinderärzten geboten. Hier besteht ein recht hohes Risiko sich mit Masern anzustecken, weil die Eltern nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass ihr Kind an Masern erkrankt ist. Ob Kinder, die wegen anderer Krankheiten den Kinderarzt aufsuchen, Atemschutzmasken tragen sollten ist unklar. Hier gehen die Meinungen der Experten auseinander, ob die Atemschutzmasken einen Schutz vor diesen Viren bieten.

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