Krankenstand 2013: Jeder zweite Arbeitnehmer fehlte 2013 krankheitsbedingt


Die Krankenkasse DAK Gesundheit hat als erste Krankenkasse die Krankenstandszahlen seiner erwerbstätigen Versicherten veröffentlicht. Demnach ist der Krankenstand im letzten Jahr nur gering auf vier Prozent gestiegen. Besonders zu schaffen machte den Arbeitnehmern Erkältungen, bedingt durch den langen Winter im letzten Jahr.

Auch im letzten Jahr blieben die Deutschen ihrem Job krankheitsbedingt fern. Laut einer Statistik der gesetzlichen Krankenkasse DAK Gesundheit stieg der Krankstand leicht um 0,2 Prozent auf vier Prozent an. Im Durchschnitt waren so im vergangenen Jahr vier von 100 Arbeitnehmern krankgeschrieben. Die Krankenkasse wertete Daten von 3,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten aus.

Besonders zu schaffen macht den Versicherten der Krankenkasse zufolge Erkältungen, die Krankenkasse begründet dies mit dem langen Winter im vergangenen Jahr. So soll die Zahl der Fehltage durch Husten, Schnupfen und Grippe um gut ein Viertel angestiegen sein. Somit gingen 17,2 Prozent der Fehltage auf diese Erkrankungen zurück, im Jahr zuvor waren es noch 14,5 Prozent.

50,6 Prozent der Arbeitnehmer mindestens einmal krank

Allerdings ist der Anstieg nicht dramatisch, denn Erkältungen hat es immer gegeben, wie es im Bericht der Krankenkasse vom Donnerstag weiter heißt. Sorge macht der Krankenkasse eher, dass sich jeder zweite Arbeitnehmer im vergangenen Jahr mindestens einmal krankschreiben lassen hat. So fehlten 50,6 Prozent der erwerbstätigen Versicherten mindestens einmal im Jahr krankheitsbedingt.

Die meisten Fehltage verursachten aber im vergangenen Jahr weiterhin Muskel- Skelet- Erkrankungen wie zum Beispiel Rückenschmerzen. Aber auch psychische Erkrankungen verursachen immer mehr Fehltage. Hier gab es rund fünf Prozent mehr Fehltage als im Jahr zuvor. Das fatale an diesen Krankheiten, die Arbeitnehmer fehlen im Durchschnitt mindestens 30 Tage.

Mitarbeiter im Gesundheitswesen besonders oft krank

Somit rangieren psychische Probleme auf Platz drei der häufigsten Erkrankungen. Auf den weiteren Plätzen landeten Verletzungen und Verdauungsbeschwerden. Den höchsten Anteil am Krankenstand hatten wie gesagt Muskel- Skelet- Erkrankungen mit 21,5 Prozent, gefolgt mit Atemwegserkrankungen mit 17,3 Prozent und psychische Erkrankungen verursachten 14,6 Prozent der Fehltage

Den höchsten Krankenstand hatten Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit 4,6 Prozent, gefolgt von Mitarbeitern in der öffentlichen Verwaltung mit 4,5 Prozent. Den geringsten Krankenstand hatten Mitarbeiter im Bereich der Datenverarbeitung.

2 Kommentare
  1. oze@spambog.de'

    jurgen

    25. Januar 2014 at 22:12

    Fatal ist die Einstellung der Arbeitgeber, nicht? Ich bin zweimal im Jahr krankgeschrieben, manchmal drei mal. Was soll daran ungewöhnlich sein? Ich zweifle sehr daran, dass nur 50 % der Arbeitnehmer im Jahr mind. einmal krank sind. Das ist unrealistisch, habe ich so noch nie in einem Betrieb erlebt.

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    • Ebi-Lemmler@web.de'

      Lemmler, Ebi

      27. Januar 2014 at 07:07

      @jurgen/letzter Satz: „Das können Sie ja nicht beurteilen, weil Sie ja nicht da sind;)“

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