HIV- Neuansteckungen in Großstädten besonders hoch


In Deutschland gibt es die meisten HIV- Neuansteckungen in Großstädten. Besonders viele Neuansteckungen gab es in den Großstädten Köln, Stuttgart und Hamburg. In Deutschland gibt es derzeitig etwa 73.000 HIV- Infiziert bzw. Aidskranke.

Auch in Deutschland ist die Infektionskrankheit Aids immer weiter auf dem Vormarsch. Besonders in Großstädten ist die Zahl der HIV- Neuansteckungen hoch, wie die Deutsche Aids- Stiftung im Rahmen einer aktuellen Erhebung herausfand.

Im vergangenen Jahr kamen aktuellen Angaben zufolge auf 100.000 Einwohner mehr als 10 Neuansteckungen. Besonders gravierend ist die Lage in den Städten Köln, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Mannheim, Frankfurt am Main Wiesbaden und Düsseldorf.

Geringste Neuansteckung in Essen in München

Die meisten HIV- Neuansteckungen gab es demzufolge mit 12,29 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern in Köln. Auf dem zweiten Platz folgte Stuttgart mit 12,23 Neuansteckungen und Hamburg belegt mit 11,40 Neuansteckungen den dritten Platz. Auf unter 10 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner kamen die Städte München und Essen.

Die aktuellen Zahlen spiegeln auch etwa die geografische Verteilung der Hilfeleistungen wieder, so die Aids- Stiftung bei der Vorstellung des Berichtes. Wie die Stiftung weiter betonte, bekamen im vergangenen Jahr besonders Aidskranke in Großstädten und Bundesländern mit Ballungsräumen finanzielle Unterstützung.

Ungewöhnlich viele weibliche Antragsteller

Nordrhein- Westfalen bekam 33,5 Prozent der Hilfezahlungen und Berlin 31,7 Prozent. Durch bewilligte Projekt- und Einzelhilfen konnte im vergangenen Jahr 2.233 Aidskranken geholfen werden. Der Anteil der weiblichen Antragsteller war mit 45 Prozent im vergangenen Jahr extrem hoch, wenn man betrachtet, dass nur 19 Prozent der HIV- Infizierten bzw. Aidskranken weiblich sind, so die Stiftung weiter.

Außerdem teilte die Stiftung mit, dass 65 Prozent der Antragsteller ohne festen Job sind. 85 Prozent bezogen zudem staatliche Hilfen. Die Aids- Stiftung hatte im letzten Jahr etwa 3,82 Millionen Euro an Einnahmen durch Spenden, Zuwendungen und Kapitalerträgen. Im Vergleich zu 2011 waren das 11 Prozent mehr Einnahmen.

73.000 Infizierte

Die Ausgaben im vergangenen Jahr beliefen sich auf 2,27 Millionen Euro. Dort enthalten waren Hilfeleistungen sowie Aufklärungs- und Anti- Diskriminierungsarbeit. Im Vorher lag der Wert bei 2,13 Millionen Euro und konnte somit im vergangenen Jahr leicht erhöht werden.

Laut einer Statistik von 2011 gibt es in Deutschland etwa 73.000 HIV- Infizierte. Davon sind 59.000 Männer (81 Prozent) und 14.000 Frauen (19 Prozent). Unter den HIV- Infizierten waren auch 200 Kinder. Den größten Anteil stellen mit 64.000 Infizierten homosexuelle Männer.

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