Heller Hautkrebs erstmals als Berufskrankheit anerkannt


Wer bei seinem Job dauerhaft starker Sonnen-Einstrahlung ausgesetzt ist, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. In Zukunft gilt Hautkrebs aus diesem Grund als Berufskrankheit.

Viele Deutsche sind bei ihrer Arbeitsstelle über mehrere Jahre hinweg regelmäßig der Sonne ausgesetzt. Das erhöht natürlich die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Bauarbeiter, Dachdecker, Seeleute, aber auch Landwirte, Briefträger, Bademeister und Skilehrer gehören zu den Risikoberufen – bei diesen Arbeitsstellen ist man fast täglich im Freien.

20,5 Millionen mehr Ausgaben für die Unfallversicherung

In Einzelfällen wurden bis heute schon mehr als 100.000 Euro „Verletztenrente“ an Patienten ausgezahlt, jetzt soll Hautkrebs allerdings offiziell als Berufskrankheit gelten. Die Unfallversicherung rechnet bereits mit Mehrkosten von mehr als 20,5 Millionen Euro pro Jahr für hellen Hautkrebs. Denn Patienten haben dank der neuen Regelung zum ersten Mal Anspruch auf bestimmte Leistungen.

Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen bestätigte am Donnerstag der laufenden Woche, dass neben den entsprechenden Behandlung und Reha von hellem Hautkrebs auch Renten und Entschädigungen gezahlt werden müssen.

Hautkrebs wurde somit in die lange Liste der Berufskrankheiten aufgenommen, weil der Zusammenhang von Job unter der Sonneneinstrahlung und der Erkrankung medizinisch nachgewiesen wurde. Die Politik stimmte dem ebenfalls einstimmig zu. Die Aktionswoche „Haut & Job“ des Berufsverbands soll vom 3. bis 7. November des laufenden Jahres auf das Risiko Sonne aufmerksam machen.

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