Studie zu Erdnuss-Allergien: Nüsse besser roh als geröstet


Geröstete Erdnüsse sind gerade in unseren Breiten ein sehr beliebter Snack. Doch lässt eine aktuelle Untersuchung aus England besonders Allergiker jetzt aufhorchen. Trocken geröstete Erdnüsse könnten der aktuellen Untersuchung zufolge eher zu einer Erdnussallergie führen als der Verzehr von rohen Erdnüssen, so das Ergebnis der Studie.

Der Grund dafür liegt offenbar am Röstprozess, wie die britischen Wissenschaftler in einem aktuellen Bericht erklären. Die hohen Temperaturen von ungefähr 160 bis 170 Grad, mit der die Erdnüsse in der Regel geröstet werden, verändern demnach die Proteine der Erdnüsse.

Körper reagiert schnell mit allergischer Reaktion

Das menschliche Immunsystem erkennt diese veränderten Eiweißstoffe eher – so bereitet sich der Körper darauf vor, auf den nächsten Kontakt mit Erdnüssen mit einer allergischen Antwort zu reagieren, erklären die Wissenschaftler in ihrem Bericht weiter.

Sie hatten für ihre aktuelle Studie untersucht, wie das Immunsystem von Mäusen auf Erdnüsse reagierte, nachdem sie Proteinen von trocken-gerösteten Erdnüssen oder rohen Erdnüssen ausgesetzt gewesen waren.

Geröstete Erdnüsse führen schneller zur Allergie

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass geröstete Erdnüsse eher zu einer Erdnussallergie führen könnten als rohe Erdnüsse“, erklärt einer der Wissenschaftler in einer ersten aktuellen Stellungnahme.

Damit ließe sich auch die unterschiedliche Zahl von Erdnuss-Allergikern in westlichen und östlichen Ländern erklären, vermuten die britischen Forscher. In der westlichen Welt sei der Verzehr von gerösteten und trocken-gerösteten Erdnüssen viel weiter verbreitet als zum Beispiel in Asien. Dort werden Erdnüsse in erster Linie roh, gekocht oder gebraten gegessen.

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