Gebärmutterhalskrebs: HPV- Test doch besser als Pap- Test?


Der HPV- Test ist jetzt scheine ganze Weile in Deutschland auf dem Markt, auch zwei Studien bescheinigen ihm eine bessere Zuverlässigkeit als der 40 Jahre alte Pap- Test. Doch stimmt dies wirklich? Genau mit dieser Frage setzen sich derzeitig mehrere Experten auseinander.

Viele Frauen in Deutschland haben Angst am Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Zur Vorsorge gibt es seit einiger Zeit den HPV- Test, doch ist dieser Test hilfreich? Genau damit beschäftigen sich derzeitig Experten. Frauen die sich für diesen Test entscheiden, müssen ihn bis jetzt aus eigener Tasche zahlen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen derzeitig nur die Kosten für den Pap- Test.

Genauer gesagt, dass Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) überprüft den Nutzen des Tests. Der Auftrag kommt vom Gemeinsamen Bundesausschuss. Bis heute nutzen Mediziner in erster Linie den Pap- Test um Zellveränderungen in der Gebärmutterschleimhaut festzustellen.

Einmal im Jahr Pa- Test auf Kosten der Krankenkassen

Dabei werden mit einem Holzspachtel oder Wattestäbchen Zellen von der Oberfläche des Gebärmutterhalses entnommen und unter dem Mikroskop beobachtet. Frauen ab dem 20. Lebensjahr können den Test einmal im Jahr auf Kosten der Krankenkassen durchführen lassen.

In der Zwischenzeit bieten die Frauenärzte aber auch den HPV- Test an, bei dem Patientinnen herausfinden können, ob sie mit HPV infiziert sind. Dies stellt die erste Stufe da, dass Gebärmutterhalskrebs überhaupt entstehen kann. Schaft der Körper es nicht die Viren loszuwerden, besteht die Gefahr, dass Gebärmutterhalskrebs entsteht.

Infektion heilt zu fast 100 Prozent wieder aus

Die Kosten des Tests belaufen sich je nach Arzt auf 35 bis 70 Euro. Das Deutsche Krebsforschungszentrum mit Sitz in Heidelberg empfiehlt auch weiterhin den Pap- Test, der schon seit mehr als vier Jahrzehnten durchgeführt wird. Beim HPV- Test kann der Arzt zwar feststellen, ob es bereits zu einer Infektion gekommen ist, aber nicht, ob es bereits zu einer andauernden Zellveränderung gekommen ist.

Gegner des HPV- Test augmentieren immer wieder, das eine bloße HPV- Infektion nicht aussagekräftig genug sei. Den Experten zufolge sind die Viren so weit verbreitet, dass der Kontakt mit ihnen für sexuell aktive Männer und Frauen fast unvermeidbar ist. So heilt die Infektion in 98 Prozent aller Fälle wieder komplett aus.

HPV- Test doch zuverlässiger als Pap- Test?

Was viele Frauen nicht wissen, werden Auffälligkeiten beim Pap- Test registriert, wird der HPV- Test auf Kosten der Krankenkassen im Anschluss durchgeführt. So bietet der HPV- Test also in Verbindung mit dem Pap- Test doch einen Vorteil. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass bei einem negativen Ergebnis Frauen seltener zur Früherkennung gehen könnten.

Allerdings bescheinigen zwei Studien die Vorteile des HPV- Test, demnach erwies sich der HPV- Test zuverlässiger als der Pap- Test und ist somit wirksamer zur Krebsvorsorge. Das lässt dann auch größere Zeitabständige zwischen den Untersuchungen zu, die ab einem Alter von 30 Jahren beginnen sollten.

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