Ebola: WHO weckt Hoffnung auf Impfstoff


Über 6500 Menschen sind in Westafrika an Ebola erkrankt, doch die WHO macht den Menschen Mut, wenn alles gut geht, könnte ab diesem Jahr eine Impfung gegen Ebola existieren. Die Menschen die schon infiziert sind, könnten aber von einer speziellen Bluttherapie profitieren.

Weit über 6500 Menschen habe sich mittlerweile mit dem Ebola- Virus in Westafrika angesteckt. Mehr als 3000 mussten das auch mit ihrem Leben bezahlen. Doch nun kommt neue Hoffnung auf. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hofft einen Impfstoff, der ab diesem Jahr eingesetzt werden könnte.

Massenimpfungen vorerst ausgeschlossen

Im Moment konzentriert man sich auf zwei Substanzen, wie es in einem aktuellen Bericht der WHO heißt. In klinischen Tests werden sie auf ihre Wirksamkeit getestet. Sollten die Tests vielversprechend verlaufen, ist es durchaus denkbar, dass der Impfstoff zu Beginn des laufenden Jahres einsetzbar ist.

Die WHO stellte aber gleich klar, dass Massenimpfungen auf keinen Fall möglich sein werden, weil der Impfstoff nur in begrenzter Menge vorrätig sein wird. Für bereits erkrankte Menschen hingegen, könnte aber die Therapie mit Blut von genesenen Patienten eine gute Alternative sein. Die WHO verzeichnet derzeitig ein wachsendes Interesse an diesen Methoden.

Zwei Mediziner aus den USA geheilt

Der Erfolg der Therapie beruht wohl in erster Linie darauf, dass sich im Blut der genesen Patienten spezielle Antikörper befinden, die den Infizierten helfen können. Aber bis jetzt können noch keine Aussagen über Wirksamkeit der Therapie getroffen werden, weil die Zahl der Behandlungen im Moment noch viel zu gering ist, so die WHO weiter.

Zwei Mediziner aus den USA die sich in Liberia mit dem Virus infiziert hatten, wurden mit dem Blut von genesenen Patienten behandelt. Beide Mediziner sind in der Zwischenzeit wieder gesund. Ob dies nun an der speziellen Behandlung, den Medikamenten oder an der guten medizinischen Versorgung in den USA lag, kann laut der WHO nicht abschließend ermittelt werden.

Erkundungsteam soll bald starten

Da in den westafrikanischen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone schlechte Zustände in den Gesundheitssystemen herrschen, kann eine großangelegte Blut- Therapie wohl vorerst nicht erfolgen. Daher steht die WHO in Gesprächen mit den örtlichen Gesundheitsbehörden, um zu klären, welchen Personengruppen zunächst Zugang zu dieser Therapie erhalten sollen.

Der deutsche Bundesgesundheitsminister, Hermann Gröhe, möchte am liebsten noch in diesem Monat deutsche Freiwillige im Einsatz zur Bekämpfung der Ebola- Epidemie im Westen Afrikas sehen. Bereits im Dezember des letzten Jahres war ein Erkundungsteam nach Westafrika geschickt worden

Behandlungsstation soll errichtet werden

Deutschland plant eine Behandlungsstation für Infizierten zu errichten. Die Einrichtung soll über 100 bis 200 Betten verfügen. Allerdings werden dann noch 170 entsprechend qualifizierte Ärzte benötigt. Vor allem werden auch dringend Pflegekräfte gesucht, so der Politiker in einer aktuellen Stellungnahme.

Wie die WHO am Montag der laufenden Woche mitteilte, sind in der Zwischenzeit 3091 Menschen an dem aggressiven Virus gestorben. Die Dunkelziffer dürfte allerdings weitaus höher liegen, wie die Weltgesundheitsorganisation betonte. Die Zahl der registrierten Infizierten im Westen von Afrika ist in der Zwischenzeit auch auf über 6500 angestiegen.

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