Diabetiker erkranken deutlich öfter an Depressionen und Demenz


Menschen mit Diabetes erkranken deutlich öfter an Depressionen und Demenz. Auch leiden viele junge Diabetiker unter Essstörungen und spritzen sich daher zu wenig Insulin um abzunehmen, doch dadurch werden einige Organe langfristig geschädigt.

Diabetes wird in Deutschland immer mehr zur Volkskrankheit. Als wäre das nicht schlimm genug, erhöht Diabetes das Risiko an Demenz oder Depressionen zu erkranken. Viele Diabetes- Patienten leiden auch unter Essstörungen und spritzen sich daher zu wenig Insulin, doch die Folgen unterschätzen viele.

Vier mal so häufig an Demenz erkrankt

Wie die Deutsche Diabetes Gesellschaft betont, wird der Kombination aus Diabetes und Demenz noch zu wenig Beachtung geschenkt. Schon mehrere Studien haben einwandfrei bewiesen, dass Menschen mit Diabetes mellitus deutlich öfter an Demenz oder Depressionen erkranken, als Menschen im gleichem Alter ohne Stoffwechselprobleme, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft weiter.

Nach aktuellen Angaben soll die Gefahr etwa vier Mal so hoch sein an einer gefäßbedingten Demenz zu erkranken. Eine Alzheimer- Demenz tritt bei Diabetikern etwa 1,5 bis zwei Mal so oft auf, wie es heißt. Den Studien zufolge können zu geringe Insulingaben zu weiteren Gehirnschäden führen, die eine Demenz bekanntlich beschleunigen.

Teufelskreis aus Diabetes und Depressionen

Aus diesem Grund präsentierte die Fachgesellschaft jetzt eine weltweit einzigartige Leitlinie mit dem Namen: „Psychosoziales und Diabetes“. Der Leitfaden soll nicht nur die Therapie vereinheitlichen, sondern sie auch weiter verbessern.

Diabetiker erkranken zudem auch doppelt so oft an Depressionen wie die restliche Bevölkerung. Depressionen und Diabetes könnte man auch leicht als Teufelskreis bezeichnen. Einerseits erhöhen Depressionen die Wahrscheinlichkeit an Diabetes Typ II zu erkranken. Andererseits gehen die Belastungen der körperlichen Erkrankung einher mit der Entwicklung der depressiven Symptome.

Schäden an Augen, Niere und Nerven

In diesen Fällen ist eine Behandlung durch einen Psychiater schon fast unerlässlich geworden. Unter Umständen muss die Therapie auch Medikamente ergänzt werden, das fordern zumindest viele Mediziner.

Zudem leiden doppelt so viele junge Menschen, die an Typ 1 Diabetes erkrankt sind, auch an Essstörungen, als die Normalbevölkerung. Viele junge Menschen spritzen sich bewusst zu wenig Insulin, um abzunehmen, doch die Folgen sind verheerend: Durch die starken Blutzuckerschwankungen können langfristig Schäden an Augen, Nerven und Niere entstehen.

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